Wohl jeder, der sich dem Schreiben in irgendeiner Form… nun ja… verschrieben hat, ist vertraut mit der Schreibblockade, diesem erbarmungslosen blinkenden Cursor oder der leeren Seite. Dabei kommt es nicht darauf an, ob man einen Aufsatz, Kurzgeschichten oder eine wissenschaftliche Hausarbeit verfasst.

Was also tun, wenn die Worte partout nicht auf’s Papier wollen? Über die Jahre habe ich den einen oder anderen Trick entwickelt, um gegen den Feind aller Schreiberlinge anzugehen. Fünf davon möchte ich heute mit Dir teilen.

Hier sind sie:

5 Mittel gegen die Schreibblockade

1. Schreib einfach.

Ich weiß, Welterkenntnis. Aber lass es mich kurz erklären. Die häufigsten Gründe für die Schreibblockade sind unter anderem…

  • Angst vor Zurückweisung
  • Perfektionismus
  • Zeitdruck
  • ein zu offenes Thema

Wenn Du Dir vornimmst, am Dienstag Kapitel 2.1 ohne Vorbereitung zu schreiben, wird der Schuss wahrscheinlich nach hinten losgehen.

Nimmst Du Dir aber vor, jeden Tag drei Seiten oder 500 Wörter zu schreiben (nur als Beispiel), ganz egal worüber, wird sicherlich auch Unsinn dabei sein. Nach und nach wird Dir das Schreiben aber helfen, Deine Gedanken zu sortieren. Außerdem wird es Dich nicht so viel Überwindung kosten, wieder anzufangen, weil Du nicht Tage hast verstreichen lassen.

Und letztlich ist es besser, an sieben Tagen drei Seiten zu schreiben, von denen Du zehn nicht mehr ansiehst, als Dir an zwei Wochentagen Deadlines zu setzen, die Du nicht einhalten kannst.
Also: Schreib drauf los, egal, ob es zum Thema gehört, ob Du einen Text abschreibst oder eine Seite mit „Nananananananana Batman!“ vollschmierst.

Erst schreiben – später überarbeiten.

2. Such Dir Inspiration

Wenn Du Dich nicht von Zeit zu Zeit mit neuen Inhalten auseinandersetzt, wird es Dir schwer fallen, auf gute Ideen zu kommen.

Unser Gehirn kombiniert das, womit wir es füttern. Kein Input – kein Output. Deshalb ein paar Möglichkeiten, frische Ideen zu sammeln:

  • Lies Bücher. Ob Sachliteratur, Lyrik, Kurzgeschichten oder Romane, spielt keine Rolle.
  • Lies Zeitungen, Magazine und Blogs. Diese haben meist den Vorteil, Dich auf engem Raum mit sehr verschiedenen Themen zu konfrontieren.
  • Höre Radiosendungen, Podcasts, Hörbücher oder Vorlesungsmitschnitte. Gleiches Prinzip.
  • Geh ins Kino, Theater oder in Lesungen. Du verstehst…

3. Unterhalte Dich mit anderen, aber nicht über die Schreibblockade

Ein frischer Blick auf ein inhaltliches Problem mag genauso helfen wie ein Gespräch über anderer Leute Probleme. Vielleicht ist die Lösung zu einem Problem, an dem Du seit Tagen zu knabbern hast, für andere ganz offensichtlich.

Manchmal kannst Du aber auch aus den Lösungswegen anderer solche gegen Deine Schreibblockade ableiten.

Verschließe Dich auch hier nicht vor „unwahrscheinlichen Lösungen“: Vielleicht hilft Dir ein Gespräch mit Deinem Freund, dem Mediziner, um ein schriftstellerisches Problem zu lösen.

Probier’s einfach aus!

4. Geh spazieren, und zwar nur spazieren

Mittlerweile wird unser Verstand von morgens bis abends mit Nachrichten, Emails und Pop-Ups bombardiert (und nein, ich habe nicht vergessen, was ich unter 2. geschrieben habe). Das lässt dem Unterbewusstsein nicht viel Spielraum.

Nimm Dir ein paar Minuten (wenn Du kannst, eine Stunde) am Tag, um alles auszublenden. Keine sozialen Netzwerke, keine Emails, absoluter Leerlauf.

Ob Du dabei spazieren gehst, ist nicht direkt wichtig, aber hey, schaden kann’s auch nicht. Gönne Deinem Kopf mal eine Auszeit und ich verspreche Dir, bald wirst Du mit Stift und Papier spazieren gehen müssen, weil Du Dich vor Ideen nicht retten kannst.

5. Wechsle den Arbeitsplatz, um die Blockade zu überwinden

Es ist erstaunlich, wie sehr wir von unserem physischen Umfeld geprägt sind. Auch hier gilt aber: Einheitsbrei schafft auch Brei im Kopf.

Mir fallen heute bei der Runde um den Block noch Sätze aus Hörbüchern ein, die ich vor Jahren gehört habe.

Mach Dir also Ortswechsel zunutze. Dafür braucht es keine sechs Arbeitszimmer. Es reicht manchmal, den Schreibtisch umzusetzen, eine Lampe aufzustellen oder mit dem Notizblock oder Notebook in den Park zu gehen.

Neue Umgebungen führen zu neuen Ideen.

Das sind sie, meine fünf Tipps, um Schreibblockaden zu überwinden.

Wie hilfst Du Dir, wenn die Inspiration auf sich warten lässt? Haben meine Tipps geholfen? Vielleicht lieferst Du mir ja die nächste Inspiration mit Deinen Tricks und ein wenig Feedback, ich würde mich freuen!

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Diesen Blogpost habe ich im Rahmen des „Analogen Aprils“ zuerst mit dem Füller geschrieben. Heute habe ich dabei mal zum billigsten der billigen Legal-Pads gegriffen, weil mein Notizbuch mal eine Auszeit brauchte.

Für einen Monat möchte ich nämlich mehr darüber erfahren, wie die Art zu schreiben meine Texte und Arbeitsweise beeinflusst. Mehr dazu findest Du im ersten Beitrag zum „Analogen April“. Habe ich Dein Interesse geweckt? Willst Du mitmachen?

Die Regeln sind recht einfach, schreib alles zuerst von Hand und überführe es, wo nötig, in digitale Formate. Teile anschließend Deine Erfahrungen hier in den Kommentaren, auf Twitter und Facebook oder per Email! Ich bin gespannt!

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