Wie man der Idee #AnalogerApril und den Beitragsthemen der letzten Wochen anmerkt, bin ich daran interessiert, meine Routinen beim Schreiben ständig zu überdenken und mir Ideen und Anregungen bei anderen zu suchen.

Ein weiteres Thema, das in diese Kategorie fällt, ist die Ergonomie am Arbeitsplatz und damit ein Autorenleben, das man nachhaltig aufrechterhalten kann.

Welche Vorteile Stehpult und ergonomischer Arbeitsplatz mit sich bringen

Neben Sport und einem sonst gesunden Leben – welches zugegebenermaßen selbst die berühmtesten Autoren vernachlässigen; man denke nur an Churchill! – ist ein ergonomisch optimierter Arbeitsplatz mitunter das Beste, was man Körper und Geist gönnen kann.

Eine häufige Empfehlung neben ergonomischen Tastaturen oder Fußbänken ist in der Regel ein Stehpult, das viele Vorteile mit sich bringt, aber auch zahlreiche Entscheidungen vor dem Kauf einfordert.

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich ein Stehpult geschenkt bekommen; daher möchte ich einige Erfahrungen zum Thema mit Dir teilen.

Warum ein Stehpult?

Grundsätzlich sind Stehpulte eine feine Sache. Mich hat damals die Autorin Joanna Penn angesteckt, deren (englisches) Video zu einem ergonomischen Arbeitsplatz ich unten verlinke.
Mein Stehpult ist eine Art Mix aus Rednerpult und Workdesk, wenn man sich die Bauweise und Funktionen genauer anschaut. Je nachdem, welche Anforderungen Du stellst, kann Dein „ideales Modell“ ganz anders aussehen als das im Beitragsfoto. Ob Rednerpult oder Workdesk – man kann manche gebrauchten Modelle schon recht günstig kaufen. Es ist also nicht immer eine Frage des Geldes.

Dadurch, dass man im Stehen arbeitet, vermeidet man eine ganze Reihe von Haltungsschäden, die sich im Sitzen einschleichen können. Im Stehen dagegen wird’s Dir schwer fallen, einen „Buckel“ zu machen.

Nach einiger Zeit werde ich im Sitzen am Schreibtisch auch schon mal müde, zumindest wenn ich „aufregende“ Arbeiten wie Ablage oder Steuern zu bearbeiten habe. Dieses Problem fällt durch das Stehpult fast vollkommen weg, da man durch das Stehen dem Körper ja bereits mehr Aufmerksamkeit abverlangt.

Für die Haltung und die Arbeit selbst kann ich Stehpulte daher nur empfehlen.

Worauf ist bei Stehpulten zu achten?

Du solltest auf keinen Fall einfach online drauf los shoppen, ohne an einem oder zwei Workdesks gestanden zu haben.

Viele Faktoren spielen bei der Auswahl eine Rolle, je nachdem, wie Du ihn nutzen willst:

  • Die optimale Höhe & Höhenverstellbarkeit des Stehpults
  • Die Fläche der Tischplatte (je nach Einsatz)
  • Zusätzliche Ablagen oder Aufsätze für Bildschirme
  • Fußraster (eher bei Rednerpulten)
  • Einstellbarer Neigungswinkel der Tischplatte (ebenfalls eher bei Rednerpulten)
  • Randleiste zum Schutz vor herunterrutschenden Dokumenten (eher für Rednerpult)
  • Zusatzfach für Tastatur & Maus
  • Und vieles mehr!

Denk’ vorher genau darüber nach, wie und wo Du das Stehpult einsetzen willst und welche Vorteile Du Dir davon erhoffst. Du hast nichts verdient, wenn ein schmuckes Design-Möbelstück in Zukunft in der Ecke verstaubt, weil es nicht höhenverstellbar ist.

Für mich als Zwei-Meter-Lulatsch ist die Höhe ein wichtiger Faktor. Auch stelle ich gerne die Füße – also jeweils einen – auf Fußrastern ab.

Zusätzliche Ablagen wären dagegen für mich kein Totschlag-Argument beim Kauf. Erstell’ Dir am besten eine Liste der Funktionen und Eigenschaften, die für Dich keinesfalls fehlen dürfen.

Denk’ auch daran, dass es mit dem Stehpult selbst noch nicht getan ist. Unter Umständen benötigst Du Verlängerungskabel, externe Bildschirme samt VGA- oder HDMI-Kabel (solltest Du Laptop-Nutzer sein), externe Maus und Tastatur und Handballenauflagen, um die Vorteile des Stehpults tatsächlich voll ausnutzen zu können.

An dieser Stelle ein kleiner Tipp aus eigener Erfahrung:

Wenn Du beim Ausprobieren im Laden merkst, dass Du die Hände beim Ablegen auf der Tischplatte nach oben (also mit dem Handrücken hin zum Unterarm) abknickst, kann das langfristig zu Problemen führen.

Bevor Du es so weit kommen lässt, spar’ nicht an der Höhe oder Verstellbarkeit und investiere ggf. In eine gute Auflage, um Deinen Handgelenken etwas Gutes zu tun.

Warum ein Stehpult nicht (nur) Vorteile hat

Auch wenn ich ein totaler Fan vom Arbeiten im Stehen bin, brauche ich meine Abwechslung. Nur zu stehen ist für den Rücken genauso schlecht wie dauerhaftes Sitzen.

Deshalb steht bei mir der Schreibtisch, an dem ich sitze, in einem Zimmer und über eine Treppe gelange ich ins nächste Zimmer, wo das Stehpult auf mich wartet. Luxus, ich weiß.

Aber teils auch bedingt durch die etwas unglückliche Zimmereinteilung. Zudem ist es ein schöner Nebeneffekt, auf dem Weg zum anderen Arbeitsplatz kurz das Zimmer zu wechseln, sich die Beine zu vertreten und aus dem „Hamsterrad“ herauszutreten.

Ich würde also empfehlen, zwei Tische einzuplanen oder aber einen verstellbaren. Je nach Modell und Vorlieben können die Preise hier stark variieren.

Und wenn Du keinen Platz hast, kann es vielleicht auch schon etwas bringen, ein Regal mit Nachschlagewerken ans andere Ende der Wohnung zu stellen. Man kommt sich etwas albern vor, aber glaub’ mir: Dein Kopf und Rücken sagen später danke.

Das waren meine Ideen und Tipps zu Stehpulten, ihren Vorteilen und dem Arbeiten im Stehen.

Wenn Du magst, folgen bald noch mehr.

Wie gestaltest Du Deinen Arbeitsplatz? Beschreib’ ihn in den Kommentaren oder teile Bilder auf Facebook und Twitter, damit andere sich gute Tipps abschauen können!   

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Diesen Blogpost habe ich im Rahmen des „Analogen Aprils“ zuerst mit dem Füller geschrieben. Dieser war der erste Beitrag, bei dem ich nach der ersten „Rohfassung“ wirklich stark in den Text eingegriffen habe. Wie und warum, ekläre ich Ende des Monats in einem Beitrag zu den im Laufe des Monats gesammelten Erfahrungen.

Für einen Monat möchte ich nämlich mehr darüber erfahren, wie die Art zu schreiben meine Texte und Arbeitsweise beeinflusst. Mehr dazu findest Du im ersten Beitrag zum „Analogen April“. Habe ich Dein Interesse geweckt? Willst Du mitmachen?

Die Regeln sind recht einfach, schreib’ alles zuerst von Hand und überführe es, wo nötig, in digitale Formate. Teile anschließend Deine Erfahrungen hier in den Kommentaren, auf Twitter und Facebook oder per Email! Ich bin gespannt!

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