In diesem Beitrag gehe ich auf drei der großen Plattformen ein, die Du als Autor für Dein Marketing nutzen kannst – Facebook, Twitter, Pinterest. Dabei besprechen wir Beispiele erfolgreicher Autoren und Strategien, die Dich zum Dichter-König krönen. Oder Sachbuch-Kaiser, je nachdem…

Als Autor willst Du Gehör finden

Für Dich selbst zu schreiben kann für eine Zeit erfüllend sein, aber es kommt der Punkt, an dem Du ein Publikum suchst. Tagebuch zu führen, ist das eine. Selbstgespräche etwas anderes.

Erwarte keine Ergebnisse, wenn Du kein Publikum suchst. Such Deinen Speakers Corner!

Wie hilft Dir Social Media dabei? Tun die sozialen Netzwerke überhaupt für Autoren ihren Job oder solltest Du sie auf dem Speicher einmotten und Dich lieber aufs Schreiben konzentrieren?

Ob im Buch oder beim Marketing – Experimentiere!

Dieser Blogpost soll Dir keine Strategie diktieren. Auch ich habe die Weisheit nicht mit der Schöpfkelle gelöffelt. Gerade die sozialen Netzwerke sind mit Fachliteratur schwer zu fassen.

Auch wenn so manche Hochschule versucht, sinnvolle Strategien für die Social-Media-Marketing in ihre Studiengänge einzubinden, bleibt bei einem so schnellen Markt nichts anderes, als permanent zu beobachten. Deshalb kann auch ich nur zusammenfassen, was ich da draußen sehe.

Ich beschreibe für Dich also nur, was meiner Meinung nach funktioniert und anderen Autoren Erfolg eingebracht hat.

Jeden Tag lesen wir von neuen Algorithmen hier, neuen AGBs dort. Wenn wir ehrlich sind, prasseln die Nachrichten wie Hagelkörner auf uns ein, sodass wir ihre Konsequenzen nicht mehr abschätzen können.

Trotzdem verlassen sich viele Autoren, darauf, dass ihre Werbung auf Facebook, Twitter & Co. Früchte trägt. Ein bisschen so, als würden sie jeden Tag einen Obstkorb vor ihre Haustür stellen, damit die Sonne scheint.

Wie genau sie ihre Erfolge dann messen wollen oder woran sie das festmachen, sieht von Fall zu Fall anders aus, sofern sie Kategorien hierzu definieren.Social Media für Autoren

Nur ein Überblick…

Als erstes erkläre ich Dir in groben Zügen, welche Möglichkeiten Du hast, ohne das Ganze technisch aufzuladen. Du hast schließlich nichts davon, wenn Du den Ölwechsel schon beherrscht, aber noch nicht Auto fahren kannst. Eine vollständige Anleitung für jedes Netzwerk passt dabei nicht in einen Blogpost, ist auch logisch.

Dann werde ich darauf hinweisen, was andere Autoren so treiben. Auf welchen Plattformen sind sie aktiv und wie nutzen sie sie? Wieviel Zeit investieren sie? Nutzen sie die Plattform eher zur Leserakquise oder um mit ihren Bestandskunden in Kontakt zu bleiben?

Danach gebe ich Dir noch Hinweise dafür an die Hand, wie Du die sozialen Netzwerke effizienter nutzt. Wenn Du am Ende Facebook und Twitter beherrscht wie Sindbad die sieben Meere, aber dafür keine Zeit für Dein Buch hattest, ist das auch kein Gewinn. Deshalb werfen wir einen Blick auf Werkzeuge für die Planung Deiner Posts, den allgemeinen Zeitaufwand, den Einsatz von Hashtags und die Wiederverwendung älterer Inhalte.

Soziale Netzwerke für Autoren

Welche sozialen Netzwerke kannst Du als Autor nutzen?

Natürlich gibt es kein Patentrezept dafür, in welchem sozialen Netzwerk Du vertreten sein musst. Ich werde mich also hüten, die zehn Netzwerke in eine Steintafel zu meißeln! Es gab Autoren, die ganz ohne Web-Präsenz erfolgreich waren, und die wird es immer geben. Nicht zuletzt hast Du als Autor zahlreiche Möglichkeiten, offline mit Deinen Lesern in Kontakt zu treten: Lesungen, Messen, Seminare oder Workshops stellen hier nur einige Beispiele. Fall nicht der Fehlannahme zum Opfer, dass Du nur erfolgreich sein wirst, wenn Du auf Plattform XY bist. Das ist wie ein Bäcker, der glaubt, nur Brötchen in Köln verkaufen zu können.

Es ist wichtig, dass Du mit Deinen Lesern in Kontakt trittst und auf ihre Bedürfnisse reagierst. Ob Du das aber wie Hemingway tust, indem Du Leserbriefe beantwortest, oder via Pinterest, bleibt Deinen persönlichen Wünschen und Vorstellungen überlassen.

Derzeit sind Autoren – soweit mir bekannt – auf folgenden Netzwerken aktiv (keine wertende Reihenfolge):

  • Facebook
  • Twitter
  • Pinterest
  • Instagram
  • Medium
  • Goodreads
  • Google Plus
  • LinkeIn
  • Reddit
  • Stumbleupon

Auf die ersten drei werde ich heute schon eingehen, damit Du beurteilen kannst, ob sie gut zu Dir als Autor passen und ob sich der Aufwand lohnt. Das möchte ich nicht an der Statistik festmachen, sondern daran, ob Du Dich in Publikum und Funktionen wiederfindest.

Ein wichtiger Hinweis aber noch vorneweg…

Werbung kostet Zeit

Werbung kostet Zeit

Gerade in der Debatte rund um den Nutzen sozialer Netzwerke führen die Kritiker gerne die Zeit an, die Werbetreibende investieren müssen. In Extremfällen muss man hier sogar von Zeitverschwendung sprechen. Und es ist vollkommen richtig: Wenn Du glaubst, dass die sozialen Medien gerade deshalb so toll sind, weil sie ja nichts kosten, bist Du auf dem Holzweg. Du bezahlst mit Deiner Zeit, auch als werbender Autor. Nur, dass auf dieses Konto niemand mehr einzahlen wird.

Natürlich war bis vor kurzem der Faktor Zeit einer der wichtigsten Maßstäbe, wenn es darum ging, die erfolgreiche Interaktion der Nutzer mit den Inhalten zu bemessen. Erst langsam verschiebt sich diese Haltung wieder und die Betreiber ändern die Regeln, indem sie den „bedeutsamen Austausch“ fördern, wie er in den letzten Updates auf Facebook zugrunde gelegt wird.

Ob das für die Nutzer und damit Deine Leser der Fall ist, sei dahingestellt. Fakt ist aber, dass das Erstellen der Inhalte für Werbung und die von Lesern erwartete Reaktion auf ihre Kommentare Dich immer Zeit und Aufwand kosten wird. Dabei spielt es keine Rolle, wie sich welcher Algorithmus ändert. Es sei denn, Du möchtest diesen Teil Deines Jobs in Zukunft künstlicher Intelligenz überlassen. „Bidibidi. – Alexa, lies mir meine Kommentare vor.“

Auch ist das keine Krankheit der Moderne. Das Beispiel Hemingways habe ich Dir eben genannt. Deine Leser erwarten ohnehin, dass Du Dich mit ihnen austauscht und auf ihre Meinung reagierst. Das ist schließlich der Mehrwert, den Du Hemingway voraushast; der ist ja in letzter Zeit auf Facebook eher verschwiegen. Hüstel… Und Du als Autor kannst dieses Feedback als Inspiration nutzen. Die Frage ist nur, wie die Umgebung aussieht, in der dieser Austausch stattfindet.

Also, bilde Dir nicht ein, dass Dich Werbung in den sozialen Netzwerken nichts kostet. Wenn Du nichts bezahlst, kostet es mindestens Deine Zeit. Und diese kannst Du weder in Deine Projekte investieren noch bekommst Du sie zurück. Sorry, aber Du bist nicht Dr. Who. Auch, wenn das Deinem intergalaktischen Absatzmarkt sicher gut täte. Du brauchst also eine Strategie, damit Du Deine Zeit sinnvoll investierst. Nur so bleiben Deine Ziele über die Zeit nachvollziehbar.

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Es gibt keinen goldenen Pfad

Dass es kein Facebook-Studium gibt, hat schon seinen Grund. Der eine Weg zum Erfolg existiert online genauso wenig wie offline. Deshalb wird es zahlreiche Spezialisten geben, die Dir wie ich ihre Meinung anbieten, teils kostenlos, teils gegen Bezahlung. Nicht jeder wird die speziellen Anforderungen an einen Indie-Autor oder an Autoren allgemein berücksichtigen. Schon deshalb, weil mancher sie so gut kennt wie Frodo Beutlin Hemden in Übergröße. Du solltest Dir aber auf keinen Fall einreden lassen, dass nur eine Strategie oder nur ein Netzwerk das richtige sein kann.

Was aber in jedem Fall von Dir erwartet wird, ist beständiges Volumen und ein Mehrwert in allem was Du tust. Egal, ob Du eine geschlossene Facebook-Gruppe für Deine Leser erstellst, auf Instagram Dein persönliches Profil herausarbeitest oder Deine Leseliste über Goodreads teilst – wenn Du an nur zwei Tagen im Jahr aktiv bist, wird keine Plattform Dich nach vorne bringen. Oder meldest Du Dich nach zwei Trainingseinheiten auf dem Heimtrainer zur Tour de France an? Du musst permanent aktiv sein, Dich mit Deinen Lesern austauschen, sie überraschen und nützliche, amüsante oder für sie relevante Inhalte teilen.

Die wenigsten Autoren werden mit nur einem Buch berühmt. Wahrscheinlich möchtest Du das selbst auch gar nicht. Genauso ist es aber auf den Plattformen online. Mit nur einem Post überzeugst Du nicht. Leg jeden Tag eine Schippe nach! So baust Du Deine Follower über einen längeren Zeitraum auf.

Und bevor Du Angst vor dem Social-Burnout bekommst: Weiter unten gehe ich darauf ein, wie Du gleich mehrere Kanäle befeuerst, ohne am Stock zu gehen.

Was wichtiger ist als soziale Netzwerke

Natürlich eröffnen Dir die sozialen Netzwerke viele Möglichkeiten, die Du vorher nicht gehabt hättest. Mit dem Wählscheibentelefon wär’s Dir deutlich schwerer gefallen, Leser zu finden. Genau darin liegt der Reiz der sozialen Netzwerke und die Hoffnung, mit der sich mancher Jungautor an sie klammert.

Sei Dir aber bewusst, dass diese Möglichkeiten Dich gleichzeitig einschränken.

Zunächst beschränken Dich rechtlich die AGBs und die auf der Plattform gängigen Formate. Kannst Du auf Facebook 3D-Modelle teilen oder Dein Status-Update als Graffiti erscheinen lassen? Eher nicht.

Und schließlich wirst Du merken, dass Du trotz großer Scharen von Followern lange nicht jeden erreichst. Wenn Du kein Geld in die Hand nimmst, erreichst Du derzeit auf Facebook 3 oder 5 % Deiner aktiven Follower.

Auf Pinterest sieht es derzeit anders aus, aber Du kontrollierst auch diesen Algorithmus nicht. Was Du kontrollierst, ist neben Deinen Büchern oder Kursen Deine eigene Webseite. Und in deren Pflege sollte auch ein Großteil Deiner Zeit fließen. All Deine Bemühungen müssen darauf hinauslaufen, Fans und Leser zu Dir zu lotsen, nicht auf all Deine Profile auf Goodreads, Medium oder sonstwo.

Webseite und Newsletter kommen vor Social Media

Deine Webseite ist Dein Heim, Dein eigener Laden; vorausgesetzt, Du hast in eigenes Hosting investiert und betreibst ihn nicht auf einer Plattform wie Blogger. Eine Facebook-Präsenz gehört Dir genauso wenig wie ein Instagram-Account. Investiere also zunächst in das, was Dir gehört und was Du kontrollierst. Dann können weitere Kanäle folgen. Oder würdest Du Deinen Mietwagen im Urlaub lackieren lassen?

Der nächstbeste Weg, um in Kontakt mit Deinen Lesern zu treten, ist Dein Newsletter (Lesungen und sonstige Begegnungen in Person ausgenommen). Er mag noch so veraltet wirken, aber beim Newsletter kontrollierst Du, was ankommt und Du weißt auch, dass er im Posteingang Deiner Leser landet. Vielleicht gehört Dir also nicht die Software, die Deinen Newsletter betreibt, aber die Inhalte schon.

Wenn Du noch keinen Newsletter hast, schau Dir die gängigen Plattformen wie MailChimp oder Convertkit an. Auf sie werde ich in einem weiteren Beitrag eingehen.

Kommen wir noch einmal auf die sozialen Medien zu sprechen. Versuch nicht, überall gleichermaßen aktiv vertreten zu sein. Genauso gut könntest Du gleichzeitig stepptanzen und Klavier spielen. Eine tote Präsenz nützt Dir gar nichts. Und wenn Du überall einen Account besitzt, glaub mir, Du wirst hier und da vom Weg abkommen und den einen oder anderen Account vernachlässigen. Sei es, weil Du ihn vergisst, sei es, weil Dir die Funktionen nicht liegen oder Du Dein Publikum dort schlicht nicht findest.

Nicht schlimm. Mir passiert das auch gelegentlich.

Kein Mensch erwartet von Dir, dass Du im Alleingang 20 Profile bespielst. Die Titanic hat auch nicht ein Mann mit dem Sandschäufelchen befeuert. Und wenn Du ins Dunkle hinein veröffentlichst und darüber auch noch ausbrennst, rasen Deine Profile auch auf den nächstbesten Eisberg zu.

Deine Leser wollen Deine Texte lesen! Und solange Du gleichzeitig Möglichkeiten schaffst, um mit Dir und Deinen Inhalten in Kontakt zu treten, ist das vollkommen in Ordnung. Später kannst Du Dir immer noch überlegen, ob es sich lohnt, Spezialisten einzustellen, die sich in Deinem Namen um diese oder jene Plattform kümmern. Darüber solltest Du Dir aber nicht den Kopf zermartern, wenn Du noch an Deinem ersten Buch feilst.

Wolltest Du den permanenten Veränderungen auf allen Plattformen folgen, bliebe Dir keine Zeit für Schlaf, Essen oder Treffen mit Freunden… Und schreiben? Vergiss es!

Also: Tritt Dir nicht selbst in den Hintern, weil Du dieser Herkules-Aufgabe nicht gewachsen bist. Das ist niemand. Selbst Frank Schätzing hat bis heute keinen Tweet veröffentlicht und er steht trotzdem auf der Spiegel-Bestsellerliste…

Wenn Du ein oder zwei Örtchen gefunden hast, an denen Du Dich wohlfühlst, bleib dabei. Für den Rest gehen wir später noch darauf ein, wie Du Inhalte wiederverwendest.

Ein paar übergreifende Regeln

Bevor wir auf die jeweiligen Plattformen zu sprechen kommen, möchte ich Dir ein paar Richtlinien an die Hand geben. Diese sollen Dir helfen, Deine Leser zu finden und langfristig Deine Fanbase auszubauen.

Wer ist Deine Zielgruppe?

Was wollen Deine Leser?

Die erste Frage, die Du Dir am Anfang eines jeden Kapitels genauso stellen musst wie vor jeder Werbe-Kampagne, ist eigentlich dieselbe. Du musst darüber nachdenken, in welcher Zielgruppe Deine Leser sind, was sie von Dir erwarten und auf welchen Wegen Du diese Erwartungen bedienen kannst. Dazu gehört die Frage der Zielgruppe genauso wie die nach den Formaten, die zur Auswahl stehen. Keiner von uns schreibt und veröffentlicht im leeren Raum. Wenn Du also sagst, „Das, was ich tue, gibt es noch nicht“, hast Du in der Regel nicht gründlich genug gesucht.

Zunächst kannst Du selbst Vermutungen darüber aufstellen, wie Deine Zielgruppe aussieht.

    • Ist sie eher männlich, weiblich, gemischt?
    • Schreibst Du für Teenager oder für Erwachsene?
    • Schreibst Du über eine enge Nische, die Fachwissen erfordert oder für ein breites Publikum?
  • Was lesen Deine zukünftigen Leser im Moment?

Viele dieser Fragen kannst Du schon nach den ersten Wochen Aktivität in den sozialen Netzwerken mit Deinen Analytics beantworten. So gut wie jedes Netzwerk liefert Dir Daten über Wohnort, Geschlecht, Altersgruppen und Interessen Deiner Follower.

Twitter Zielgruppen

Aber auch literarisch kann es nicht schaden, eine passende Erwartung aufzubauen. Mir war beispielsweise immer daran gelegen, die technischen Aspekte des Schreibens in meinen Profilbeschreibungen genauso durchscheinen zu lassen wie die stilistischen. Ein paar Beispiele wird diesen Punkt aber besser verdeutlichen.

Robert Eddison legt den Fokus in seinem Twitter-Profil genauso auf Wortwitz und Ironie wie in seinem Buch. Dabei bezieht er seine Leser ein und tätigt eine Aussage über sie, nicht über sich. Natürlich wollen wir als Leser belesen und geistreich wirken. Dieses Bedürfnis bedient er, indem er im Profil eine Frage stellt, die wir als bloße Beobachter letztlich nicht beantworten müssen:

 

„If you claim to read me like a book, I will ask you what page you’ve reached.“

„Wenn Du behauptest, mein Buch zu mögen, werde ich fragen, auf welcher Seite Du bist.“

Viele Autoren beschreiben sich als eine „Kreuzung aus Autor A und Autor B“. Das hilft den Lesern nicht nur bei der Suche neuen Lesestoffs, sondern baut eine Erwartungshaltung auf.

Wenn Du also einen Satz in Dein Profil aufnimmst wie „Ich bin der John Grisham der Neurologen“, werden die Leser um Grishams juristischen Hintergrund wissen. Daraus werden sie dann die Erwartung ableiten, dass Du Dich ähnlichen Themen in Krimis widmest, aber eben aus Sicht eines Neurologen.

Wenn Du dagegen mit dem Satz darauf anspielst, dass Du für Deinen ersten Roman täglich eine Seite geschrieben hast wie Grisham (obwohl Du Kinderbücher schreibst), baust Du so falsche Erwartungen auf wie eine Mausefalle.

Deiner persönlichen Marke auf diese Art mehr Profil zu geben bietet sich gerade am Anfang Deines Autorenlebens an, wenn die Leserschaft noch nicht viel mit Deinem Namen verbindet. Später werden sie das unterbewusst ohnehin tun. Und Du solltest diese Kategorien kennen und wertschätzen!

Ganz gleich, ob Du dabei bist, Dein Profil einzurichten, einen Slogan zu formulieren, Deine Profilbeschreibung zu verfassen oder einen Tweet zu konzipieren; im Hintergrund sollten immer Deine Leser und ihre Interessen stehen. Wenn Du die Interessen Deiner Zielgruppe nicht mindestens am Rande bedienen kannst, solltest Du wenigstens unterhaltsam sein. Ansonsten ist es auch in Ordnung, nichts zu veröffentlichen. Besser keine Botschaft als eine, die nicht zu Dir und Deiner Marke passt.

Nachdem das geklärt ist, werfen wir einen Blick auf die unterschiedlichen Netzwerke, die Dir zur Verfügung stehen, und auf den Nutzen, den sie Dir als Autor bringen können.

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Facebook für Autoren

Facebook für Autoren

Mittlerweile darf Facebook schon als Großvater unter den Netzwerken gelten. Immerhin hat es seine schlappen 14 Jahre auf dem Buckel. Trotzdem. Viele Nutzer – und damit Deine Leser – nutzen Facebook wie eine Suchmaschine, um Inhalte aller Art zu finden.

Die große Frage, die Du Dir stellen willst, ist die, in welchem Format Du Facebook als Autor nutzen solltest:

Persönliches Profil oder Facebook-Seite?

Möchtest Du es beim persönlichen Profil belassen, das Du vielleicht schon besitzt?

Oder möchtest Du eine Seite für Dich als „Person des öffentlichen Interesses“ einrichten?

Wenn Du den ersten Weg beschreitest, muss Dein Branding passen. Ist Deine Marke ohnehin schon auf Dich gemünzt, passt dieser Schritt gut in die Marketing-Strategie. Du solltest Dir allerdings bewusst sein, dass viele Deiner Leser mit Dir auf Facebook befreundet sein wollen. Das klingt zunächst nach einer runden Sache. Nur wird Facebook für Dich dadurch zur reinen Arbeitsumgebung.

Je mehr Leser auf der Liste stehen, desto weniger wirst Du Platz für Familienkontakte oder sogar private Postings haben. Ich will nicht die Technopanik-Keule schwingen. Manche Autoren wählen diese Lösung, mit Erfolg. Andere entscheiden sich dafür, zweigleisig zu fahren und nutzen ihr persönliches Profil für ein paar berufliche Kontakte und ihre Seite für Werbung und Ankündigungen.

Die zweite Möglichkeit ist, eine zusätzliche Seite für Dich als Autor einzurichten. Und ja, es mag sich seltsam anfühlen, wenn Du auf Deiner Freundesliste die ersten Fans suchst.

Mach Dir also schon vorab Gedanken darüber, ob die Seite nach Dir benannt sein soll, ob Du einen Künstlernamen benutzt oder Dir ein imaginäres Verlagshaus strickst. Immerhin wirst Du später Deine Freunde (zumindest einige) einladen, die Seite zu liken.

Und wenn Dir nicht wohl dabei ist, dass sie dann lesen „Nina M. hat Dich eingeladen, Nina M. mit gefällt mir zu markieren“, dann wähle einen anderen Namen.

Die Seite gibt Dir die Möglichkeit, eine öffentliche Persona auszuarbeiten, Produkte direkter mit Facebook-Funktionen zu bewerben und Leser direkt auf Facebook für Deinen Newsletter zu akquirieren. Dafür müssen sie aber die Seite oder Deine Inhalte erst einmal sehen. Und damit sind wir beim Haken.

Reichweite auf Facebook

Organische Reichweite Deiner Follower auf Facebook

Nicht nur Hubspot berichtet mit konkreten Daten über die sinkende Reichweite Deiner Leserschaft auf Facebook. Für meine Begriffe hat Facebook Werbetreibenden wie auch Journalisten aller Art mit den jüngsten Updates den Rücken gekehrt… wieder mal.

Aber wir wollen hier keine Medienpolitik betreiben.

Sei Dir nur bewusst, dass Du es am Anfang auf anderen Plattformen leichter haben wirst, dieselbe Anzahl Menschen zu erreichen als mit einer Facebook-Seite. Es ist nicht unmöglich. Aber schon die Beispiele werden Dir zeigen, dass selbst veröffentlichte Autoren sich selten die Mühe machen.

Auf Facebook erreichst Du knapp 3–5 % Deiner aktiven Follower. Wenn also schon 1.000 Leute Deine Seite mit dem Like versehen haben – was ein Weilchen dauern kann – sehen gerade mal 30–50 Personen Deine Beiträge. Und diese Follower werden hart erarbeitet sein!

Ich habe schon an verschiedenen Facebook-Seiten gearbeitet. Die Arbeit an meiner eigenen habe ich sogar vorübergehend eingestellt. Bis vor kurzem erschienen hier Inhalte, die ich vorher auf anderen Kanälen veröffentlicht habe, erneut.

Zugegeben, nicht der größte Aufwand, um große Follower-Zahlen zu erwarten. Aber so bereitete mir Facebook keine zusätzliche Arbeit.

Selbst wenn mich die Planung so wenig Aufwand gekostet hat (mehr dazu weiter unten), war es selbst diesen Aufwand nicht wert. In kürzeren Zeiträumen habe ich über andere Kanäle weit mehr Leser erreichen können, sodass ich meine Aufmerksamkeit für den Moment auch diesen Kanälen (Newsletter, Pinterest, Twitter, etc.) widme.

Trotzdem plane ich für die Zukunft, eine Facebook-Gruppe zu erstellen, sobald mein Online-Kurs fertig ist. Ich kehre der Plattform also nicht den Rücken, ich beschränke meine Arbeit lediglich auf die Funktionen, die für mein Szenario und meine enge thematische Lücke nützlich sind. Momentan passt Facebook zu meiner Strategie so gut wie ein Hammer zum Fensterputzen. Das heißt aber nicht, dass Facebook an sich schlecht ist.

Ein weiteres Manko, das aber wahrscheinlich auch für Dich gelten wird, ist Facebooks Fokus auf den Standort: Als Autor hast Du selten den Vorteil, dass Du aufgrund Deiner Titel oder Deines Standortes gesucht wirst. Viele Argumente für Unternehmer, auf deren Bedürfnisse Facebook ausgerichtet ist, greifen also für das Autorenleben nur bedingt.

Einen großen Vorteil hat Facebook jedoch – abgesehen von der riesigen Nutzerzahl – bis heute.

Facebook-Gruppen

Vorhin sprach ich sie schon an.

Viele Autoren und Blogger nutzen erfolgreich dieses Modell: Sie koppeln die Einladung zu einer Gruppe an ihre Email-Liste oder den Erwerb ihres Kurses oder Buchs.

Das gibt Dir nicht nur die Möglichkeit, nach dem ersten Kauf mit Deinen Lesern in Kontakt zu bleiben und weiter Werbung zu betreiben; Du kannst auch einen Mehrwert liefern, der Dein Buch oder E-Book gegenüber der Konkurrenz attraktiver aussehen lässt.

Deine Leser sind ohnehin online. Wenn Du sie vor dem Kauf wissen lässt, dass der Kontakt zu Dir und anderen Lesern – also einer In-Group – im Kauf inklusive ist, werden sie gleich darauf springen.

Diese Strategie bietet sich gerade für Sachbuchautoren und Coaches an.

Logisch, Du gibst Ratschläge im Buch und vertiefst das Ganze auf Facebook. In der Gruppe kannst Du…

    • … inspirierende Inhalte posten
    • … Deine Leser motivieren
    • … Input zu konkreten Fragen geben
    • … Videos und Live-Sessions posten
    • … über Dein neues Projekt / Deinen neuen Verlag sprechen
    • … auf Deine Arbeitsabläufe eingehen
  • … Fotos von Vorträgen oder Messen posten, an denen Du teilnimmst

Die Wahl der Inhalte solltest Du davon abhängig machen, welche Marke Du Dir für Dich selbst wünscht und welche Inhalte ein Leser Deines Buchs erwarten würde.

Wenn Du einen Ratgeber für Heimwerker geschrieben hast, werden Deine Leser sich nicht sonderlich für Deine Morgenroutine am Schreibtisch interessieren. Wenn sie Dir als Dichter folgen, sieht das schon anders aus.

Ein Beispiel für diese Art Leserbindung liefert Jeff Goins. Für Leser seines Buchs Real Artists Don’t Starve bietet er die Teilnahme an einer geschlossenen Facebook-Gruppe mit demselben Titel.

Real Artists Don't Starve

Sofern Du also kein Leser bist, kannst Du die Inhalte leider nicht sehen. Der Grundton ist aber derselbe wie im Buch: Inspiration, Beispiele für erfolgreiche Künstler, Erfolgsgeschichten, etc.

Du solltest Dich nicht vorab schon darum sorgen, dass Du ein Leben lang eine Facebook-Gruppe zu warten hast.

„Was, wenn ich mal noch ein Buch schreiben will? Nachher habe ich 50 Facebook-Gruppen!“

Keine Sorge. Auch Deine Leser wissen, dass Du kein Übermensch bist. Niemand erwartet, dass Du bis ins Rentenalter Facebook-Gruppen sammelst wie andere Leute Porzellan-Figuren. Wenn Du Dich von Zeit zu Zeit blicken lässt und mit ihnen interagierst, ist das in Ordnung. Und sollte es wirklich die Dimensionen annehmen, dass Du Dir um Größe Sorgen machen musst, würde ich Dir ohnehin zu einem Administrator raten, der sich um das Tagesgeschäft kümmert…

Zu guter letzt möchte ich noch kurz auf die simpelste, aber auch effektivste Methode eingehen, mit der Du auf Dich aufmerksam machen kannst. Egal, ob Du eine Facebook-Seite oder ein persönliches Profil nutzt.

Facebook-Ereignisse

Wenn Du schon einen Blick auf die Dir vorgeschlagenen Veranstaltungen geworfen hast, ist Dir sicher aufgefallen, dass dort Lesungen, Konzerte, Trainings und Kurse auftauchen. So bin ich aufmerksam geworden auf die Lesungen von Robert Seethaler. Allerdings hat er die Veranstaltungen nicht selbst erstellt, sondern der jeweilige Veranstalter.

Facebook-Events für Autoren

Wenn Du Indie-Autor bist, muss Dich das aber nicht stören. Denn all das kostet Dich wieder mal nichts, abgesehen von minimalem Zeitaufwand. Die Werbung kostet Dich unter Umständen noch ein paar Euronen, wenn Du Deine Reichweite erhöhen willst. Für den Anfang kannst Du aber das Ereignis auch nur an Deine Freundesliste senden. Unterschätze dabei nicht das Schneeballprinzip! Es funktioniert auf Facebook wie mit dem Zinseszins; oft unterschätzt, aber mit der Zeit effizient.

Wie Du siehst, hat Facebook gerade für Sachbuchautoren, Trainer und Coaches noch einige Funktionen zu bieten.

Weitere Beispiele

Um Dir weiter zu verdeutlichen, wie andere Autoren (oder ihre Verleger) Facebook schon erfolgreich nutzen, möchte ich Dir ein paar Beispiele liefern. Um Dir etwas Leistungsdruck zu nehmen, habe ich auch Autoren in die Liste aufgenommen, die nicht furchtbar aktiv auf Facebook sind und trotzdem als erfolgreich gelten dürfen.

Wenn wir einen Blick in die deutschsprachige Belletristik werfen, sind nämlich nicht gerade viele Autoren der aktuellen Bestseller-Listen auf Facebook vertreten.

Kolumnisten Leo und Gutsch

Von den deutschen Autoren aus der Sektion Hardcover der Spiegel-Bestsellerliste sind eigentlich nur Leo und Gutsch vertreten.

Facebook-Seite Autoren

Im Fall von Leo und Gutsch bin ich versucht zu glauben, ihre vergleichsweise starke Präsenz lässt sich durch ihre Tätigkeit als Kolumnisten erklären.

Dennoch wird die Facebook-Seite nicht wirklich regelmäßig gepflegt. Aber immerhin, es gab über 600 Likes, zahlreiche Medien wie Videos und Fotos, Ankündigungen von Auftritten, Einblicke „hinter den Vorhang“ wie die Dusche im Hotelzimmer, oder auch Statements zu Rezensionen.

Das Ganze ist natürlich stark geprägt vom Alltag eines Kolumnisten. Dennoch können sich auch andere Autoren hier das eine oder andere abschauen, was die Vielfalt der Beiträge angeht.

Kolumnist Henning Hirsch

Schauen wir uns im Vergleich einen weiteren Kolumnisten an. Henning Hirsch verwaltet sogar zwei Facebook-Seiten und nutzt zudem sein persönliches Profil öffentlich, um gelegentlich Links zu seinen Kolumnen zu teilen.

Auf Kommentare reagiert er auf seiner Seite mehr als ausführlich und tritt so mit seinen Lesern in Kontakt. Auch auf dieser Seite hat sich zwar eine Zeit lang nichts getan, allerdings gibt Hirsch seinen Lesern die Möglichkeit, sein persönliches Profil zu abonnieren, auf dem regelmäßiger Updates erscheinen. Als Kolumnist teilt er häufig die journalistische Arbeit seiner Kollegen, knapp kommentiert mit seinen eigenen Ansichten. Manchmal tritt Hirsch auch über Fragen direkt mit seinen Followern in Kontakt.

Insgesamt wirkt sein persönliches Profil also abwechslungsreich wie auch aktiv. Facebook-Seiten scheint er für zeitgebundene Projekte zu reservieren, sodass sie als Referenz leichter auffindbar sind.

Romanautorin Maja Lunde

Streng genommen steht Maja Lunde genauso auf der Spiegel-Bestsellerliste wie Leo und Gutsch. Allerdings mit der Übersetzung ihres Romans, der ursprünglich auf Norwegisch erschienen ist.

Trotzdem kannst Du von ihrer Präsenz auf Facebook etwas lernen. Sie ist zwar nicht tagtäglich aktiv, aber sie teilt für ihre Follower relevante Inhalte:

Mal sind es neue Profilbilder, mal ist es ein neues Buch, mal die Übersetzung in eine weitere Sprache.

Lunde spricht ein internationales, mehrsprachiges Publikum an. Andere Autoren lösen dieses Problem mit mehreren Accounts für die jeweilige Sprache. Beides hat seine Vor- und Nachteile. Wenn Du Dein Buch übersetzt oder übersetzen lässt, solltest Du auch überlegen, welche Erwartung damit einhergeht.

Sind Deine Leser so in Deiner (vielleicht fiktiven) Story drin, dass sie ganz vergessen, wer dahintersteht, dass der Autor nicht einmal ihre Sprache spricht?

Gerade für Indie-Autoren scheint das Ganze hier in eine Herkules-Aufgabe auszuarten. Muss es aber nicht.

Überlege vorab, ob Du Deine Nationalität, Deinen Geburtsort oder Deine sprachliche Identität enger an Dein Autoren-Ich und Deinen Stil koppeln möchtest. Oft genug tut es Deinem Marketing sogar gut.

Wenn nicht, bleibt Dir immer noch die Möglichkeit, die sprachlichen Barrieren gar nicht erst zu thematisieren. Das setzt dann mehr Planung und klare Trennungen voraus, für die Du sicher Hilfe brauchen wirst.

Oder hast Du schon mal darüber nachgedacht, dass Stephen King eigentlich gar nicht Deutsch spricht?

Sachbuchautor Bas Kast

Wieder ganz anders sieht es bei den Sachbuchautoren aus. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass die Inhalte aus Sachliteratur wesentlich leichter (auf)teilbar sind. Viele Autoren machen sich das zunutze und teilen in sozialen Netzwerken Tipps und Tricks aus ihrem Fachgebiet. So auch Bas Kast.

Ein Status-Update hat er oben an der Seite fixiert. Darin informiert er uns Leser gleich über das Wie und Was seines Buchs und damit seiner Seite. Übersichtlich. Toll.

In weiteren Updates kündigt er Auftritte im Radio an, bei denen signierte Bücher verlost werden. Die Facebook-Ereignisse zu seinen Lesungen erstellt er selbst (oder jemand tut es in seinem Namen). Hier und da gibt’s Gesundheitstipps, einen Einblick in ein Fotoshooting oder dergleichen mehr.

Im Community-Reiter teilen Leser, was sie nach den Empfehlungen des Autors gekocht haben. Manchmal kommentiert er diese Beiträge auch und bindet so die Leser weiter an seine Marke.

Ähnlich geht er auf Twitter vor, dort eben mit anderen Funktionen.

Christopher Schacht

Das junge Beispiel von Christopher Schacht geht mehr in Richtung der starken Online-Präsenz von Autoren, die wir häufiger im englischsprachigen Raum beobachten.

 

Auf Facebook teilt er Links zu seinen YouTube-Videos oder zu seinem Instagram-Account.

Querverweise zwischen den Plattformen sind keineswegs zu unterschätzen!

Auch wenn Facebook Videos auf seiner eigenen Plattform bevorzugt, sind YouTube-Links immer noch besser als reine Text-Beiträge.

In den Videos selbst beantwortet er Fragen zu Ernährung auf Weltreisen, dazu wie Segler pinkeln (irre) und geht auf sonstige Kuriositäten ein, die nur ein Weltenbummler wissen kann. Kurz, er liefert einen Mehrwert, der mit seinem Thema und seinem Branding in Verbindung steht.

Er organisiert Verlosungen oder teilt inspirierende Zitate (eingebettet in Fotos). Zwischendurch sind auch Videos seiner Hochzeit dabei, Persönliches ist also keinesfalls ein No-Go.

Wie auch die anderen Autoren bewirbt er aktiv die Interviews und Beiträge, in denen andere auf sein Buch, seine Beiträge oder Videos eingehen. Solltest Dich also später mal Günther Jauch interviewen, mach Dir einen Knoten ins Taschentuch, damit Du diesen Part Deiner Strategie nicht vergisst.

Nein, Scherz.

Aber es ist wichtig, dass Du auch der Wertschätzung anderer mit Respekt begegnest. Im Kleinen bieten sich dafür sogar Werkzeuge wie Google Alerts oder die Search Console an. Hab ein Auge darauf, wann andere auf Deine Inhalte reagieren, damit Du wertvolle und bedeutende Kontakte knüpfen kannst.

Sachbuch- & Romanautorin Joanna Penn

Kommen wir noch zu einem Beispiel, das nicht unseren Bestseller-Listen entstammt. Joanna Penn ist eine internationale Self-Publisherin, die mittlerweile ihre Bücher über ihren Podcast, ihren Blog und zahlreiche weitere Kanäle bewirbt; so auch auf Facebook.

Hier haben wir noch ein Beispiel für zwei Profile: Ein persönliches, eine Facebook-Seite.

Persönliches Facebook-Profil mit Buchreihe im Header

Das persönliche Profil ist insofern noch „auf Business getrimmt“ als die Autorin die Cover all ihrer Bücher im Titelbild einbindet und natürlich ihre Seite selbst verwaltet.

Nicht ganz ungeschickt. So rührt sie die Werbetrommel, trennt aber das Geschäft sauber vom Persönlichen. Die Visitenkarte liegt quasi immer bereit, aber sie hält sie nicht jedem Freund und Bekannten täglich unter die Nase.

Wer also konkret nach ihrem Namen sucht, wird gleichzeitig ihr persönliches Profil und die Seite The Creative Penn finden. Und hier haben wir wir nun ein Beispiel von ausgiebigem Facebook-Marketing, das aus allen Rohren feuert!

 

Zunächst ist ihre Story nicht nur ausgefüllt, sondern sie verlinkt auf weitere Kanäle wie Twitter, YouTube und iTunes Podcasts. Auch folgt sie (womöglich mithilfe eines Moderators) Facebooks Empfehlung, möglichst schnell auf direkte Nachrichten zu antworten. Bei über 24.000 Followern wird ihr das im Alleingang nicht leicht fallen.

Schauen wir uns die Inhalte an. Was lernen wir hier? Nun, die Beiträge bestehen zu beinahe 100 % aus Links zu ihren eigenen Blogposts. Facebook ist für Joanna Penn also offensichtlich ein nützliches Werkzeug für die Leserakquise auf ihrem Blog. Denn dieser enthält wiederum eingebundene YouTube-Videos und Links zu ihren Büchern. Und so schließt sich der Kreis.

Auch Videos hat die Autorin mehr als ausgiebig genutzt. Und hier sehen wir den Unterschied zu den vorigen Beispielen.

Ihre Videos sind ausschließlich auf Facebook hochgeladen, selbst wenn teils dieselben Inhalte wie auf YouTube sind. Zwischen den Video-Uploads liegen selten mehr als zwei Wochen und sie sind zwischen 5 Minuten und einer Stunde lang. Ein bunter Mix also.

Ihren Einsatz der Videos bindet sie dabei eng an die Veranstaltungen. Hier kündigt sie Facebook-Live-Videos an, in denen sie Fragen ihrer Follower beantwortet. Mal läuft das Ganze im Stil „Ask me anything“, mal beschränkt sie sich auf einzelne Themen des Autorenlebens.

Zuletzt sind im Shop alle ihre Bücher verlinkt, sodass sie interessierte Besucher gleich zu Amazon weiterleitet.

Kurz und gut: An dieser Seite gibt es nicht mehr viel auszusetzen. Für meine zukünftigen Kurse plane ich ein ähnliches Layout. Nicht dass Du meinst, ich wollte meine eigene Medizin nicht schlucken…

Eine derart umfassende Plattform gibt Deinen Lesern den Eindruck, Facebook tatsächlich gar nicht mehr verlassen zu müssen. Alle Informationen zu Dir, Deinen Büchern, Kursen und sonstigen Angeboten sind da. Übrigens: Facebook liebt es natürlich auch, wenn seine Nutzer die Plattform nicht verlassen müssen. Du wirst also bevorzugt behandelt.

Bürde Deinem Leser nicht auf, zu recherchieren, ob Du Deine Amazon-Links auf Twitter und Deine Online-Kurse auf LinkedIn teilst! Wenn Du die Zeit hast, nutze eine Plattform so umfassend wie möglich. Oder verteile die Informationen so gleichmäßig, dass sich ein Leser, der mit einem Netzwerk absolut nichts anfangen kann, nicht benachteiligt fühlt. Letztere Strategie fahre ich gerade selbst. Beim nächsten Großprojekt kommt auch Facebook wieder zum Einsatz.

Also, fassen wir zusammen…

Wofür haben diese und andere Autoren Facebook bislang erfolgreich genutzt? Und in welchen Bereichen kannst Du es ihnen gleich tun?

    • Als Teil Deines Angebots zu thematisch passenden Gruppen einladen oder Services anbieten
    • Leser einladen, Deinen Newsletter zu abonnieren
    • Facebook-Veranstaltungen für Lesungen, Trainings & Kurse erstellen
    • Einblicke „hinter den Vorhang“ auf Messen, Reisen, etc.
    • Rezensionen oder interessante Fakten/Geschichten teilen
    • Mit Autorenkollegen in Kontakt treten & ihre Bücher oder Posts als Service für Deine Leser verlinken
    • Die Community-Funktion für Leser-Feedback nutzen
    • Auf andere Kanäle (Blog, YouTube, Instagram, etc.) verlinken und deren Inhalte teilen
    • Inspirierende Zitate teilen
    • Bilder teilen
    • Fragen beantworten, die zu Deiner Nische passen
    • Verlosungen & Gewinnspiele organisieren
    • Bücher über die Shop-Funktion verkaufen
    • Regelmäßig per Video mit Lesern in Kontakt treten („Ask me anything“ oder themengebunden)
  • Exklusive Inhalte für Facebook reservieren

Damit ist die Liste noch lange nicht abgeschlossen. Abhängig von Deinem Thema und Genre wirst Du Dir sicher noch zahlreiche weitere Angebote einfallen lassen, die Deine Leser lieben werden. Aber gehen wir zunächst weiter auf der Liste.

Was gibt es denn noch da draußen? Es ist auch blau, aber viel, viel schneller… Na?

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Twitter für Autoren

Eine der weiteren großen Plattformen, der ich schon einen eigenen Beitrag gewidmet habe, ist Twitter. Anders als bei Facebook kannst Du hier nur eine Art von Profil erstellen. Solltest Du Dich also entscheiden, Dein Autorenleben von privaten Inhalten trennen zu wollen, kannst Du nur zwei Accounts mit denselben Berechtigungen einrichten.

Eine Funktion, die mit Facebook-Seiten oder -Gruppen vergleichbar wäre, existiert hier nicht.

Vor einiger Zeit habe ich ein wundervolles Zitat gelesen, dass die für Einsteiger schwer nachvollziehbaren Unterschiede zwischen den Plattformen erklärt:

 

If Facebook is selling the past and Twitter the present, Pinterest is offering the future. – Jeff Bercovici

Was er damit meint? Bin ich froh, dass Du fragst! Dabei geht es nicht um irgendeinen technischen Unterschied oder etwa die auf den Plattformen vertretenen Altersgruppen (auch wenn das teils passen könnte).

Nein. Damit geht Bercovici darauf ein, was die Nutzer ihrer natürlichen Erwartungshaltung nach auf den jeweiligen Plattformen erwarten und suchen. Auf Facebook erwarten wir Fotos von vergangenen Urlauben, Konzerten oder Lesungen. Manchmal nutzen wir es zwar auch dafür, diese zu suchen; die Funktion steht aber hier nicht im Fokus.

Twitter dagegen „verkauft“ uns die Gegenwart. Bei einer Katastrophe stürmen alle Journalisten und Blogger auf Twitter, um gleich live zu berichten. Twitter ist irre schnell. Deshalb sehen andere Nutzer Deine Beiträge auch nicht für Stunden oder sogar Tage, sondern höchtens Minuten.

Warum Pinterest Dir die Zukunft verkauft, erkläre ich später noch, Marty McFly…

Aber was bedeutet das für Dich, den Autor, der auf Twitter seine Bücher oder Webseite bewerben will?

Du musst aktuelle Inhalte teilen

Gerade auf Twitter veralten die Inhalte rasanter als auf anderen Plattformen. Tweets haben eine kürzere Lebensdauer als Hähnchenbrust in der finnischen Sauna. Deshalb willst Du sicherstellen, dass Du aus jedem einzelnen Tweet das Maximum herausgeholt hast.

Für den Anfang solltest Du Dir angewöhnen, Deine Tweets mehrmals zu teilen. Die Wahrscheinlichkeit dafür, dass Deine Follower sie sehen, ist nämlich verschwindend gering. Wenn Du einen Tweet zweimal oder dreimal teilst, kannst Du sicher sein, dass er mehr Leser erreicht hat, ohne unnötig mit wiederholten Inhalten aufzufallen oder schlimmstenfalls zu nerven.

Dabei gilt aber: Jahrealte Kamellen interessieren niemanden.

Zwar kannst Du alte Inhalte recyclen, wenn sie nach wie vor aktuell sind. Ich persönlich würde aber zumindest ein paar neue Fakten, Zitate oder eine Infografik hinzufügen oder Deinem Tweet einen Hinweis wie „Aus dem Archiv“ oder „Immer noch aktuell“ hinzufügen, wenn seit dem ersten Tweet einige Zeit vergangen ist. Hier ein Beispiel aus meinen eigenen Tweets:

So täuscht Du Deine Follower nicht in einen Klick hinein. Sie erwarten aktuelle Inhalte. Wenn Du sie ihnen derzeit nicht geben kannst, weise darauf hin. Ein Buch ist nicht an einem Tag geschrieben und das ist in Ordnung. Niemand erwartet, dass Du täglich sechs neue Bücher veröffentlichst. Aber nehmen wir an, Du hast das Buch schon geschrieben. Was kannst Du dann teilen?

    • Zitate & Tipps aus Deinem Buch oder solche, die Dich inspirieren
    • Aktuelles aus Deinen laufenden Projekten („Grüße von der Recherche im Marburger Archiv/aus der Werkstatt/aus dem Garten!“)
    • Fragen, die mit Deinem Thema zusammenhängen und mit denen Du behilflich sein kannst
    • Links zu Interviews, Rezensionen, Auszeichnungen, etc.
    • Ankündigungen zu Gewinnspielen, Lesungen, Kursen, etc.
  • Werbung für Autorenkollegen und ihre Arbeiten

Du merkst schon, viele der Inhalte sind dieselben wie auf Facebook. Schließlich kannst Du auf beiden Netzwerken Bilder, Videos, Text und URLs einbinden. Allerdings fallen auch einige Inhalte aus der Gleichung heraus.

Gruppen gibt es auf Twitter nicht. Du könntest höchstens einen eigenen Hashtag eröffnen, unter dem Du regelmäßig Events oder Fragestunden veranstaltest. Gleiches gilt für die Funktion, die Facebook in seinen Events bedient. Ein Beispiel für einen solchen Hashtag, der schon zahlreiche Autoren angezogen hat, ist die Schreibnacht.

Leser für Deinen Newsletter zu gewinnen, wird nur über einen Link in Deinem Profil funktionieren. Selbst, wenn Du einen Tweet mit 15 Hashtags und Deinem Link vollstopfen könntest, wer würde ihn anklicken? Wenn im Supermarkt die Möhren nicht nur beim Gemüse, sondern nochmal neben den Weinflaschen stehen, verkaufen sie sich auch nicht besser. Lass es lieber.

Wozu Hashtags? Und wie?

Jetzt habe ich Dir so oft das Wort Hashtag um die Ohren geknallt, da möchte ich auch kurz darauf eingehen. Vereinfacht vormuliert sind Hashtags thematische Schlagworte, die der Nutzer mit # markiert. Wenn Du Dich also in der Autorenwelt herumtreibst, könntest Du Deine Tweets mit #Autorenleben versehen (kein Leerzeichen). Mittlerweile sind Hashtags auch außerhalb von Twitter weit verbreitet; allerdings gebrauchen die Besucher auf Twitter und Instagram sie häufiger als die von Facebook und anderen Netzwerken.

Für Dich als Autor sind Hashtags der einfachste Weg, Deine Follower-Zahlen schneller steigen zu lassen als das Thermometer im Backofen. Meinen Tweets füge ich in der Regel zwei, selten drei Hashtags hinzu. Damit bin ich bislang gut gefahren. Hier ein Beispiel:

Wie Du siehst, habe ich die Hashtags am Ende eingefügt, genauso wie die Erwähnung des Accounts von Daniela Rorig und die URL zum Beitrag.

Das bedeutet, dass nicht nur meine Follower diesen Tweet sehen, sondern auch jeder Twitter-Nutzer, der den Hashtags #schreiben und #marketing folgt oder nach ihnen sucht. Da ich einen anderen User erwähnt habe, sehen zudem alle Nutzer diesen Tweet, die uns beiden folgen. So denkst Du gleichzeitig an diejenigen Leser, die Dir schon folgen, und an diejenigen, die Dich über ein Thema entdecken könnten.

Zwar kannst Du Hashtags auch direkt in den Text Deiner Tweets einbetten; davon würde ich Dir allerdings abraten. Es tut der Lesbarkeit nicht gut. Für diejenigen Nutzer, die mit Twitter noch nicht allzu vertraut sind, liest es sich sonst wie Einsteins Relativitätstheorie auf Mandarin.

Wie findest Du relevante Hashtags?

Wenn Twitter für Dich noch neu ist oder Du Dich gerade erst mit sozialen Netzwerken allgemein befasst, ist es völlig normal, dass all das noch kompliziert klingt. Glaub mir, es geht jedem so. Und niemand wird Dir den Kopf abreißen, wenn Du mal einen Fehler machst. Selbst Samuel L. Jackson hat in seinen frühen Twitter-Tagen alle Follower anderer Accounts angeschrieben, um sie zu bitten, ihm auch zu folgen.

Zunächst rate ich Dir dazu, eine Liste der Hashtags anzulegen, die Du regelmäßig verwenden möchtest. Ob Du sie in einer App speicherst, mit der Du gleichzeitig Deine Beiträge planst (wie in Smarterqueue) oder ob Du sie einfach im Notizprogramm ablegst, spielt dabei keine Rolle. Wichtig ist nur, dass Du nicht bei jedem Beitrag grübeln musst, sondern aus einer Liste auswählen kannst.

Um nach passenden Hashtags zu suchen, stehen Dir dann mehrere Möglichkeiten offen. Bleiben wir beim Autorenleben. Zu dieser speziellen Nische haben schon einige Blogger und Autoren Listen zusammengestellt, die Du einfach aus ihren Beiträgen übernehmen kannst. Hier ein paar Beispiele:

Wenn Du auf der Suche nach Hashtags für eine noch engere Nische bist, kann Dir Google unter Umständen schon weiterhelfen. Mit einem Funken Glück hat schon jemand mit mehr Erfahrung darüber geschrieben. Und wenn nicht, bleibt Dir immer noch Tor 2…

Bist Du mit einem neuen Themengebiet noch gar nicht vertraut? Hast Du das Gefühl, dass niemand darüber schreibt oder Beiträge teilt? Dann bleibt Dir immer noch die Suche. Auch hierfür stehen Dir aber zahlreiche Möglichkeiten zur Verfügung:

    • Twitters eigene Suche

Die Idee ist immer die gleiche. Was sich ändert, ist die Oberfläche. Du möchtest herausfinden, welche Hashtags Dir eine größere Reichweite versprechen. Dabei ist wichtig, dass andere sie nicht schon zu häufig benutzen.

Lass Dich nicht von der Statistik täuschen. Bitte wähle nicht in der ersten Begeisterung den Hashtag, der Millionen Beiträge hat. Denn was wird passieren? Dein kleiner Tweet mit einer Lebenszeit von ein paar Minuten wird in der Informationsflut untergehen wie eine Seifenblase im Hurricane.

Du möchtest also relevante Hashtags, die nicht überlaufen sind. Es ist wie im Urlaub: Strandurlaub ist schön. Aber wenn auf einen Quadratmeter Sand 60 Badetücher passen müssen, hat am Ende keiner Spaß.

Um zu garantieren, dass meine Hashtags nicht zu häufig in Umlauf sind, verschaffe ich mir meist einen ersten Eindruck über die Twitter-Suche. Wenn Du den Hashtag dort eingibst, siehst Du, wie schnell neue Beiträge eintrudeln. Zeigt Twitter Dir nach einer Sekunde schon an, dass 56 neue Beiträge warten, ist der Hashtag gerade brandaktuell oder überrannt. Zur Not musst Du also ein paar Mal nachsehen, um auch die Saisonalität einschätzen zu können. Hashtags für die Frankfurter Buchmesse sind natürlich während der Messe häufiger im Umlauf als an Weihnachten.

Etwas einfacher geht’s mit Werkzeugen wie Ritetag. Ich nutze es regelmäßig in der kostenlosen Variante und bin schlicht begeistert! Ritetag analysiert Deine Tweets oder Hashtags – je nach Einstellung – und sagt Dir, wie brauchbar Deine Hashtags sind. Einfacher geht’s nicht. Dabei bekommst Du eine Statistik über…

    • Tweets pro Stunde
    • Retweets pro Stunde
    • Hashtag-Reichweite pro Stunde
    • Prozentsatz der Tweets mit Bildern
    • Prozentsatz der Tweets mit Links
  • Prozentsatz der Tweets mit „Emotionen“

Es mag zunächst seltsam wirken, all das statistisch zu erfassen. Gerade die Emotionen wirken zunächst so skurril wie ein Lineal für Gänsehaut, ich weiß. Es geht aber darum, Deine Konkurrenz unter diesem Schlagwort einschätzen zu können.

Weisen viele Tweets unter einem Hashtag Links auf, weißt Du, dass andere Autoren dort ihre Beiträge oder Bücher bewerben. Weist ein Hashtag häufig Retweets auf, teilen die Nutzer dort nützliche Tipps oder inspirierende Zitate. Misst der Algorithmus viele Emotionen, teilen die User viele Smileys, Ausrufezeichen oder Adjektive, die auf Ärger, Trauer oder Freude hinweisen. Wenn Du also Sachbuchautor bist, vielleicht Deine Lücke, um zur Hilfe zu eilen.

Kurz und gut, Hashtags sind kein Hexenwerk. Wenn Du Dich einmal mit ihnen vertraut machst, sind sie für Dich irgendwann so gewöhnlich wie das Einfügen eines Fotos. Und nach diesem letzten Tipp schauen wir uns ein paar konkrete Beispiele an…

Beispiele für Twitter-Profile von Autoren

Gehen wir probeweise wieder unsere Bestseller durch, um zu sehen, was bereits veröffentlichte Autoren so im Twitterversum treiben. Hier fällt die Auswahl der deutschen Autoren allerdings so mager aus wie die von Physik-Lehrbüchern am Kiosk.

Dass Twitter in Deutschland statistisch weniger genutzt wird und insgesamt auch Nutzer verloren hat, war mir zwar bekannt. Ich hätte aber nicht damit gerechnet, ausschließlich diejenigen Autoren auf Twitter zu finden, die vor ihrer Buchveröffentlichung als Kolumnist tätig waren oder deren Bücher ins Deutsche übersetzt wurden (sprich, die keine deutschen Autoren sind).

Die Erklärung hierfür mag jemand anders liefern. Um die kulturellen oder politischen Unterschiede, die in die Wahl der Plattform einfließen, wollen wir uns hier nicht sorgen.

Schauen wir uns die Beispiele also an. Teils sind es dieselben Gesichter wie auf Facebook…

Maja Lunde

Auch auf Twitter zeigt Maja Lunde denselben bunten Mix und Minimalismus wie auf Facebook oder auf ihrer Homepage.

Manchmal kann es genauso sinnvoll sein, sich kurz zu fassen. Auf Twitter beschreibt sie sich lediglich als „Norwegian author and script writer“. Sie listet nicht alle ihre bereits veröffentlichten Werke oder auch nur das letzte.

Wenn Du darüber nachdenkst, ergibt das gerade bei Romanen auch wenig Sinn. Die wenigsten Leser von Belletristik werden auf Twitter nach einem Buchtitel suchen. Oft genug handelt es sich hierbei um einen Zufallsfund. Möglichst viele Informationen zu Dir und Deinen Werken ins Profil zu stopfen, ist also nicht immer der beste Weg. Wichtiger ist es dann eben wieder, auf einer oder zwei Plattformen aktiv zu sein.

Claire Douglas

Damit wir uns nicht zu arg wiederholen, nehmen wir noch eine weitere Autorin hinzu. Claire Douglas ist Britin und steht gerade mit ihrem frisch übersetzten Band Missing auf den Bestseller-Listen.

In der Bio erwähnt sie ihre Titel, eine Auszeichnung der Sunday Times und ihre Literaturagentin. Nicht gerade Inhalte, die sich auf die Anfänge eines Indie-Autorenlebens übertragen lassen, aber sicherlich sinnvoll.

In ihren Tweets teilt sie…

    • Bücher aus ihrer aktuellen Leseliste
    • Links zu Auszeichnungen und Preisen für ihre eigenen Bücher (soweit von anderen erwähnt)
    • Termine zu Lesungen mit eigener Grafik (um mehr Platz im Stream einzunehmen)
    • Werbung anderer Autoren (löblich) oder auch
  • Tweets von Bloggern, die ihre Bücher rezensieren.

Sie tauscht sich also aktiv mit ihren Fans, mit Journalisten, Bloggern und anderen Autoren ihres Genres aus. Eine Strategie, die ich nur empfehlen kann.

Wladimir Kaminer

Ganz anders geht wieder Wladimir Kaminer an Twitter heran, oder besser gesagt, ging heran. Seine letzten Tweets stammen nämlich aus dem Jahr 2015.

Daher gehe ich auf ihn nicht weiter ein, abgesehen davon, dass er als Beispiel dafür gelten konnte, ausschließlich kurze Blogposts direkt über Twitter zu verbreiten.

Vielleicht ein Zeichen dafür, dass die Neuheit solch auffälliger Strategien nicht lange anhält.

Rosie Walsh

In den belletristischen Taschenbüchern der Spiegel-Bestsellerliste steht Rosie Walsh derzeit auf Platz 2. Auf ihrem Twitter-Profil spricht sie ein ausschließlich englischsprachiges Publikum an.

In ihrer Bio erwähnt sie – ähnlich wie Claire Douglas – ihre Titel in Großbuchstaben. Ansonsten verlinkt sie die Twitter-Accounts der Verlage, in denen ihre Bücher erscheinen, sowie ihre Literaturagentin.

In ihren Tweets feiert sie ihren Einzug in die New York Times Bestseller oder die kanadische Bestsellerliste. Weiterhin teilt sie Bücher und Artikel von ihrer aktuellen Leseliste.

Twitter-Header Autorin

Eine schöne Idee hat sie auch im Banner ihres Profils umgesetzt: Dort bindet sie einfach die amerikanische Flagge und den Union Jack mit Datum ein, um auf ihre kommenden Lesungen hinzuweisen. Das erspart ihr, für diese Ankündigung einen Tweet ans Profil heften zu müssen. Gleichzeitig kann der Leser die Information aber intuitiv aufnehmen, sobald er ihr Profil besucht. Wie gut das Ganze auf mobilen Geräten funktioniert, sei zunächst dahingestellt.

Was sie aber von manch anderen Autoren absetzt: Sie retweetet nicht nur Tweets, in denen Leser über die Lektüre ihres Buchs berichten, sondern auch über die anderer Autoren. Das setzt wohl erst einmal voraus, dass sie auch diesen Autoren oder bestimmten Themen auf Twitter folgt.

Es zeigt aber, dass Du Dich auch als belletristische(r) Autor(in) wie ein „Experte“ geben kannst.

Natürlich meine ich das nicht in dem Sinne, dass Du „Experte für Vampir-Romane“ in Deine Bio setzt. Bitte, tu’s nicht!

Nein. Vielmehr kannst Du über Dein Twitter-Profil (oder auch andere Kanäle) Deine Marke abrunden, indem Du Dich als empathischer, kollegialer Autor zeigst.

Stell Dir vor, Du hast „erst“ zwei Bücher geschrieben und Deine Leser lechzen nach mehr. Du weißt aber, dass Du noch ein halbes Jahr brauchen wirst, bis der nächste Band steht. Anstatt für dieses halbe Jahr komplett in der Versenkung zu verschwinden, könntest Du Deinen treusten Fans doch Empfehlungen von Kollegen oder auch Dir nur bekannten Autoren liefern, damit sie von Deinem Wissen über das Genre profitieren können.

Und keine Angst: Bloß, weil sie vorher ein anderes Taschenbuch gekauft haben, werden sie später nicht sagen, „Ich habe doch dieses Jahr schon einen Thriller gelesen“. Sie werden Dir dankbar für die Empfehlung sein und später diese positive Assoziation mit Deinem Namen verbinden!

Also: Sei ein Profi auf Deinem Gebiet, aber bitte nenn Dich nicht so.

Dieser Tipp überträgt sich übrigens auch auf andere Bereiche außerhalb des Autorenlebens:

Dan Brown

Natürlich ist Dan Brown den meisten zumindest aufgrund der Verfilmung seiner Romane bekannt. Tom Hanks lässt grüßen!

Hier können wir wieder andere Schwerpunkte beobachten. Zum einen zeichnet sich der Account durch die gleichen aufwendigen Grafiken aus wie auch seine Webseite. Auf der Webseite muss man dafür sogar recht lange Wartezeiten in Kauf nehmen, aber das muss einen Dan Brown wohl nicht kümmern.

Zurück zum Twitter-Account: Im Header bewirbt Dan Brown seinen jüngsten Roman Origin mit Zitaten aus Rezensionen der New York Times und der USA Today.

Die Bio besagt nur, dass der Account nicht von Dan Brown persönlich gewartet wird – äußerst transparent – und wann sein Roman erschienen ist. Wahrscheinlich handelte es sich hier ursprünglich um eine Ankündigung zu einem früheren Datum. Verlinkt ist natürlich Dan Browns eigene Webseite. Kommen wir zu den Beiträgen…

Knapp 90 % aller Tweets enthalten Bilder. Und fast alle Bilder enthalten einen Schriftzug mit dem Autornamen. Wenn Du die Tweets aneinandergereiht siehst, mag das komisch wirken. Mit Blick auf die Timeline in Twitter geht die Strategie aber sicher auf. Manche Nutzer scrollen nur durch die riesige Masse von Tweets durch und tippen hier und da auf etwas, das interessant aussieht. Der Schriftzug im Bild macht es den Lesern leicht. Sie müssen nicht erst zur Kenntnis nehmen, von welchem Account der Tweet ausging, es steht noch einmal groß im Bild.

Fast ebenso viele Tweets enthalten Erwähnungen von Verlagen, Fernsehsendern, Autoren, Facebook-Live, etc. Nun denkst Du Dir vielleicht, „Toll, wo ich so viele Kontakte bei Arte und RTL habe!“. Es geht nicht darum, wie groß die erwähnten Accounts sind. Vielmehr zeichnet es Dich als guten Netzwerker aus, wenn Du mit anderen Nutzern direkt in Kontakt trittst, selbst wenn es nur der Eigentümer des Coffee-Shops ist, in dem Du heute Dein Kapitel abgeschlossen hast.

Ein weiteres Leitthema in Dan Browns Tweets sind Hashtags mit eigenem Branding. Du findest dort #DanBrown, #DanBrownFans, #Origin, #RobertLangdon und dergleichen mehr. Probier’s also aus und mache aus Deinen Titeln, Figuren und Themen Hashtags. Zu Beginn wirst Du Dich gedulden müssen. Aber wenn’s einmal anzieht, schaffst Du so eine intime Gemeinschaft unter den Nutzern und stiftest sie weiter an, auch eigene Tweets zu Deinen Themen zu verfassen. Kostenlose Werbung!

Weiterhin verwendet Dan Brown Link-Shortener wie Bit.ly und Ow.ly, die Dir erlauben, Deine Klicks bis ins Detail Deiner Werbe-Kampagnen zu verfolgen. Wenn Du gerade erst loslegst, schießt Du hierbei mit Kanonen auf Spatzen. Willst Du aber später beurteilen, wie effektiv die Werbung auf Twitter, Facebook & Co. im Vergleich ist, lohnt sich ein solches Werkzeug!

Noch einmal kurz und gut…

Also, gehen wir die Punkte für Twitter nochmal durch, die in den Beispielen Erfolg versprechen.

    • Teile aktuelle Inhalte
    • Nutze Hashtags zu Messen, Events oder Genres, um Deine Reichweite zu vergrößern
    • Je nach Gattung besser Schlagwörter in der Bio als Buchtitel
    • Tritt in Kontakt mit anderen Autoren, Bloggern und Lesern
    • Teile „Backstage-Infos“ vom Schreibtisch oder Deiner Recherche
    • Nutze Grafiken für Zusatzinformationen wie Ankündigungen oder Zitate
    • Empfiehl relevante Informationen zu Deinem Thema oder Genre
    • Mach mit Bildern in Tweets auf Deine Marke aufmerksam
    • Erwähne anderer Nutzer (sofern relevant), um Deine Reichweite zu vergrößeren
    • Entwickle Hashtags mit eigenem Branding zu Deinen Figuren und Leitthemen
  • Gebrauche Link-Shortener, um die Effizienz Deiner Kampagnen zu überprüfen

Twitter wirkt zu Beginn auf Dich sicher so einschüchternd wie Atomphysik auf Zweijährige. Aber vertrau mir: Wenn Du es einmal ausgiebiger nutzt, wirst Du es nicht nur für Dein Marketing nutzen können, sondern auch zur Inspiration.

Zumindest für meine Begriffe verliert die Idee „Marketing“ dadurch ein wenig vom schmierigen Image, das es manch negativem Beispiel zu verdanken hat.

Also, nutze Twitter für Dein Marketing, den Austausch mit Gleichgesinnten oder auch, um Kurse zu finden, die Dich als Autor nach vorne bringen!

Alles klar? Dann auf zur nächsten Plattform.

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Pinterest für Autoren

Streng genommen gehört Pinterest hier nicht hin. Ich verstehe diese Plattform tatsächlich mehr als Suchmaschine und weniger als soziales Netzwerk. Schon vor einiger Zeit hat sich Pinterest von Bewertungsfunktionen verabschiedet. Pins zu versenden, um sie mit Freunden zu teilen, ist zwar technisch möglich, tatsächlich aber eine Funktion, die höchstens am Rande mitspielt. Deshalb musst Du auch strategisch an Pinterest anders herangehen als an die anderen Plattformen.

Was wollen Pinterest-Nutzer?

Kannst Du Dich noch an das Zitat weiter oben erinnern? Richtig, Pinterest verkauft die Zukunft, Mr. McFly.

Wie sieht der klassische Ablauf dabei aus?

In aller Regel sucht der Nutzer auf Pinterest weit abstrakter als via Google oder Bing. Klar, Pinterest stellt genauso eine Suchleiste zur Verfügung wie die anderen Suchmaschinen.

Zwei weitere Funktionen grenzen das Erlebnis allerdings vom Googeln ab. Die erste ist das „Mehr davon“, welches unterhalb jedes einzelnen Pins erscheint. Hier können Pins auflaufen, die grafisch ähnlich sind, aber auch solche, die derselben Situation dienen.

Wenn Du also „Terrasse“ gesucht hast, tauchen unterhalb des ersten Pins auch Sonnensegel, Garten-Tipps, Pergolas oder Sitzecken auf.

Mehr davon auf Pinterest

Das bedeutet, eine Pinterest-Suche verläuft nach vageren Regeln als eine Google-Suche. Jedenfalls muss das Ergebnis, das die Suche am Ende befriedigt, nicht zu 100 % begrifflich zur anfänglichen Suche passen.

Für Dich als Autor, Blogger oder Webseiten-Betreiber bedeutet das, Du kannst mit Deinem umfassenden Wissen in Deiner Nische  auftrumpfen wie Konrad Duden beim Buchstabierwettbewerb.

Sagen wir, Du hast ein Sachbuch zum Holzschnitzen verfasst. Du hast Kapitel zum richtigen Schnitzmesser, zu Schnitzübungen für Anfänger und zu verschiedenen Motiven verfasst, aus denen Du parallel Blogposts gestaltet hast.

Siehst Du, wie das der Struktur in Pinterest zuspielt?

Der Hobby-Handwerker, der auf der Suche nach Werkzeugen ist, kann Dich jetzt genauso per Zufall finden wie der Kunstinteressierte, der nach einem Holzrelief sucht.

Dadurch ist Pinterest natürlich zunächst eine Goldgrube für Sachbuchautoren. Und wenn Du kein Sachbuchautor bist, kannst Du genauso dadurch glänzen, dass Du Pinterest nicht nur für Eigenwerbung nutzt, sondern Tipps bewirbst. Ob Du nun Blogposts darüber verfasst, wie man einen Thriller schreibt oder in einem Interview auf Deinen Start als Selfpublisher eingehst – Problemlösung gewinnt.

Selbst, wenn Du keine Zeit findest, um zusätzliche Inhalte zu erstellen, kannst Du aber mit ein paar kleinen Umstellungen in Deinen Arbeitsabläufen von Pinterest profitieren. Sammelst Du zur Zeit Daten, Inspiration und kleine Tidbits zu Deinen Figuren, Kulissen oder zur Epoche, in der Dein Roman spielen soll?

Super! Dann kannst Du aus diesen Inhalten Pinnwände erstellen. Hier gilt wieder das Prinzip des „Blicks hinter den Vorhang“. Lass Deine Leser teilhaben an der Recherche für Deinen nächsten Roman. Sie werden es Dir danken und schon vor der Veröffentlichung mit Dir fiebern.

Eines noch vorneweg: Du solltest den allgemeinen Tipps folgen, die Dir Pinterest selbst genauso liefert wie zahlreiche Marketing-Profis. Du solltest also ein Unternehmensprofil erstellen, Deine Profilbeschreibung ausfüllen, Deine Webseite verlinken, Rich Pins aktivieren und Deine Seite für den Pin-It-Button vorbereiten.

Aber was sollst Du jetzt pinnen? Darauf gehen wir gleich in den Beispielen ein…

Beispiele für Pinterest-Profile von Autoren

Wie so oft sieht es auch hier mager aus, was die deutschsprachigen Autoren anbetrifft. Gute Nachrichten für Dich also. Weniger Konkurrenz! Mal sehen, was die Autoren so auf ihren korkigen Wänden treiben…

Fantasy-Autor R. O. Schäfer

R. O. Schäfer auf Pinterest

Diesen Autor habe ich tatsächlich über Pinterest entdeckt. Sein Pinterest-Profil ist ein bunter Strudel von allem, was ihn interessiert. Vieles davon fließt sicher auch in seine Bücher ein, manche Pinnwände sind aber offensichtlich für die Fans und Leser gedacht.

Auf einer Pinnwand bewirbt er YouTube-Videos seines eigenen Kanals (Stichwort Querverweise). Auf wieder anderen Wänden findest Du Buchcover von Kollegen oder Designs für E-Book-Cover.

Weiter unten sammelt Schäfer verschiedene Quellen der Inspiration: Da stehen Monster aus der Filmwelt neben alten Fotos aus England oder Karikaturen. Dann sind da noch Pinnwände für Figuren des öffentlichen Lebens, die Schäfer bewundert: Harrison Ford, Agatha Christie, Stephen King.

Abgerundet wird das Ganze durch ein Gruppenboard, auf dem alle Beteiligten Ideen für Kurzgeschichten, Gedichte oder sonstige Texte teilen können. Eine Spitzenidee! Und wie jeder Autor, der etwas auf sich hält, sammelt auch Schäfer natürlich auf einer Pinnwand Zitate.

Das Branding oder durchgehend beschriebene Pinnwände sind Schäfer vielleicht nicht ganz so wichtig. Dafür glänzt er aber mit einer erschlagenden Materialfülle!

Coach Kira Klenke

Kira Klenke auf Pinterest

Früher Professorin, heute Coach. Klenkes Thema sind Intuitionstraining und Selbstcoaching. Hilfe zur Selbsthilfe quasi. Ein Thema, das sich für Pinterest gut hergibt. Deshalb tragen ihre Pinnwände auch Ziele als Namen, teils abgeleitet von ihren Buchtiteln: „Finde deinen Seelenpfad“ oder „Studieren lernen: mit WENIGER Mühe MEHR Erfolg!!“.

Alle Pinnwände tragen zudem ausführliche Beschreibungen, die natürlich weitere Schlagworte unterbringen und den Nutzern bei der Suche entgegenkommen. Zudem beteiligt sich die Autorin noch an zahlreichen Gruppenboards zu psychologischen Themen. Die Anzahl der Gruppenboards übersteigt sogar die ihrer eigenen, was zeigt, wie wichtig sie auch für Deine Strategie sein sollten! Egal, ob Du themenspezifische Gruppenboards ausmachst, gründest, oder allgemeinere findest, auf denen Du Dich mit anderen austauschen kannst – Gruppenboards sind für Deine Pinterest-Strategie ein Muss!

In denjenigen Pins, die ihre Bücher bewerben, packt Klenke alle Informationen kompakt zusammen. Aufforderung oder Fragestellung zum Problem, Termin oder Seminar, Buch-Cover, Link. Zack! Hier und da könnte ich mir vorstellen, dass der Text auf mobilen Geräten zu klein gerät, aber das scheint ihrem Erfolg keinen Abbruch zu tun.

Kurzum: Ein vielseitiges Profil, das professionell wirkt und den regen Austausch der Autorin mit anderen bestätigt.

Romanautorin Jody Hedlund

Autorin Jody Hedlund auf Pinterest

Wieder ganz anders geht Jody Hedlund an Pinterest und die Gestaltung ihrer Boards heran: Jede Pinnwand ist einem ihrer historischen Romane gewidmet. Und das ist auch schon die Grundidee hinter ihrer Strategie. Sie liefert ihren Lesern einen Mehrwert, indem sie einen weiteren Zugang zu ihren Inhalten liefert. Teils sind es nachgestellte Szenen aus ihren Romanen, teils einzelne Figuren, teils enthalten die Pinnwände Zitate, Kartenmaterial oder Bilder von Kleidungsstücken, die sie inspiriert haben.

Die jeweilige Pinnwand enthält dabei eine knackige Zusammenfassung der Handlung ihres jeweiligen Romans, damit auch die Neulinge verstehen, worum es geht und über Pinterest ihre Romane kennenlernen können. Denk an die Funktion „Mehr davon“…

Romanautorin Lucinda Brant

Lucinda Brant auf Pinterest

Als Autorin historischer Romane, aber auch Mystery-Romane geht Lucinda Brant mit fundierter Recherche an ihre Werke heran, die sich auf ihren Pinnwänden widerspiegelt.

Nur, um das Ganze ein wenig ins rechte Licht zu rücken: Die gängige Empfehlung für Pinterest geht dahin, dass Du etwa 15 bis 20 Pinnwände für verschiedene Themen einpflegen solltest.

Lucinda Brant hat 123. Ein. Hundert. Drei. Und. Zwanzig.

Dabei verfolgt sie zunächst eine interessante Strategie: Alle Pinnwände tragen zusätzlich zum jeweiligen Thema auch ihren Namen im Titel. Das garantiert, dass sie häufiger gefunden wird; gesetzt den Fall, die Benutzer suchen nach ihrem Namen. Je nachdem, was Du schreibst, wird das nicht immer der Fall sein. Oft genug wirst Du eher auf der Suche nach thematisch bedingten, zufälligen Akquisen sein. Wenn Du aber davon ausgehst, dass Deine Stammleser Dich auch auf Pinterest finden wollen, ist diese Taktik durchaus sinnvoll. Wie auch bei Google solltest Du im Hinterkopf behalten, was Deine Leser suchen werden. Ist es sinnvoll, Deinen eigenen Namen als Suchbegriff anzuvisieren? Vielleicht. Aber wenn Dein zukünftiger Leser Deinen ersten Roman noch gar nicht kennt, wird er sicherlich nicht nach Deinem Namen suchen. Er wird „horror roman“, „vampirroman“ oder „stephen king ähnlich“ in die Suchleiste tippen; egal, ob auf Pinterest oder Google.

Aber zurück zu Lucida Brant und der Anlage ihrer Pinnwände: Da sind zunächst die Pinnwände, die sie ihren eigenen Büchern oder Hörbüchern widmet. Hier nutzt sie die Ordner-Funktion für Pinnwände geschickt, um Pins zu ihren Hörbüchern weiter nach Sprechern zu unterteilen. Klasse Idee!

Sowieso ist sie ein großer Fan von Pinnwand-Ordnern. Dadurch teilt sie ihre ohnehin beeindruckende Anzahl von Pinnwänden weiter auf und verschlagwortet sie im Detail noch weiter, was noch mehr Beobachter und Follower anzieht. Eine geniale Strategie, die sicher viel Aufwand mit sich bringt. Aber denk dran: Pinterest ist eine Suchmaschine. Je mehr Arbeit Du hereinsteckst, desto leichter werden andere Nutzer Deine Pins auch finden.

Wenn Du also Sachbücher zum Thema Fitness schreibst, könntest Du Deine Pinnwand „Ernährung“ nach verschiedenen Diäten, Zutaten sortiert nach Makros oder dem für die Rezepte notwendigen Zeitaufwand unterteilen. Deine Pins werden übersichtlicher und bleiben auch langfristig findbar.

Inhaltlich liefert Brant zahllose weitere Ideen: Sie teilt auf einer Pinnwand die Bücher aus ihrer eigenen Bibliothek und macht dadurch ihre Recherche direkt greifbar. Auf einer anderen Pinnwand listet sie – wieder unterteilt in Ordner – die Übersetzungen ihrer Romane. Diesmal dienen die Ordner der Einteilung in Sprachen. Hier liefert sie also einen direkten Nutzen für ihre Leser. Sagen wir, Du hast eines ihrer Bücher in Übersetzung gelesen, warst begeistert und wartest nun sehnsüchtig darauf, dass die nächsten übersetzt werden, weil Du im Englischen einfach nicht sattelfest bist. In dem Fall musst Du nur einer Pinnwand folgen und nicht ihrem ganzen Account.

Weiterhin hat sie wie Jody Hedlund jedem ihrer Romane eine eigene Pinnwand zugewiesen. Auch hier gilt das Prinzip, dass Leser per Zufall auf ähnliche Pins stoßen und so ihren Roman kennenlernen.

Zuletzt gibt es noch die riesige Kategorie der Recherche, die einen Großteil ihrer Pinnwände ausmacht. Da finden wir zunächst die amerikanische Revolution. Dann spricht noch eine ganze Reihe spezifischer, kleiner Nischen für ihre Detailverliebtheit und gründliche Recherche: Hygiene im 18. Jahrhundert, Architektur des 18. Jahrhunderts, Kunst im 18. Jahrhundert, Edinburgh im 18. Jahrhundert. Wer ahnt, worüber Lucida Brant schreibt?

Ach ja, und um für den einen oder anderen Kollegen auch ein wenig die Werbetrommel zu rühren oder auf ihre Inspirationsquellen aufmerksam zu machen, sammelt sie auf einer Pinnwand schließlich englische historische Romane.

Damit können wir leicht nachvollziehen, wieso die Autorin über 700 Tausend Beobachter im Monat sammelt.

Der besondere Reiz ihres Profils liegt in der Detailverliebtheit und in der gründlichen Recherche. Liebhaber ihrer historischen Romane werden diese Gründlichkeit zu schätzen wissen und der einen oder anderen Pinnwand aus Begeisterung für ihre Bücher oder für die Epoche heraus folgen.

Ganz gleich, in welchem Genre Du schreibst, such Dir ein paar Kategorien, aus denen Du wie Brant Ordner anlegen kannst, um Deine Pinnwände weiter aufzuteilen. Ich werde es mit Sicherheit auf meine To-Do-Liste setzen!

Autor und Blogger Jeff Goins

Jeff Goins auf Pinterest

Von Jeff Goins war bei den Facebook-Gruppen schon die Rede. Für mich ist er der ultimative Meta-Autor. Schreiben über das Schreiben. Cool. Aber genug von meinen Fan-Leidenschaften.

Das Pinterest-Profil von Jeff Goins hat seit knapp über einem Monat keine Aktivität verzeichnet. Trotzdem ist es ein gutes Beispiel dafür, wie Beiträge auf Pinterest langfristig zu Deinem Traffic beitragen und Dir treue Leser sichern können.

Schauen wir uns zunächst die Pinnwände an. Seine Titel sind eher salopp und kurz formuliert. Mal ist es „Stuff I like“, mal „Writing“ oder „Inspiration“. Dadurch visiert er schon das wichtigste Keyword an. Gleichzeitig bleiben die Titel in der Übersicht gut lesbar, was nicht immer der Fall sein wird, wenn Du Deinen Namen in den Titel aufnimmst wie Lucinda Brant. Hier musst Du abwägen zwischen der Optimierung für Besucher gegenüber der für die Algorithmen.

Manche Pinnwände von Jeff Goins enthalten gerade mal 10 Pins. Auch hier kursiert manche Empfehlung, dass Deine Pinnwände mindestens 15 enthalten sollten. Schaden kann es nicht, aber Du siehst, dass Du in Einzelfällen auch mit weniger auskommen kannst, sofern Dein Profil insgesamt stimmig und aktiv wirkt.

Auch wichtig: Goins lässt bei keiner Pinnwand die Beschreibung aus. Zudem findet sich das eine oder andere Gruppenboard auf seinem Profil, das natürlich thematisch passt. Im Schnitt kommt auf jede eigene Pinnwand von Goins etwa ein Gruppenboard.

Seine eigenen Pins (und damit auch Pinnwände) bleiben durch das Branding immer leicht zu identifizieren. Weiße Schrift auf rotem Hintergrund – nebenbei bemerkt eine häufige Kombination unter Autoren, nicht zuletzt, weil sie Aufmerksamkeit verspricht. Ähnlich wie Dan Brown sichert sich Jeff Goins also mit Design und Branding ab. Wer seine Pins einige Male gesehen hat, fragt sich beim fünften Pin nicht mehr, woher er stammt.

Solltest Du Dich noch nicht mit Branding, Design und den psychologischen Effekten von Farbkombinationen befasst haben, lies Dich ins Thema ein! Es ist nicht nur hochinteressant, sondern macht auch Spaß, Deine eigene Marke auszuarbeiten.

Was kannst Du also von diesen Autoren auf Pinterest lernen?

Fassen wir noch einmal in aller Kürze zusammen, was diese Autoren bei ihrer Akquise auf Pinterest tun, um sich eine treue Leserschaft zu sichern.

    • Lass Deine Leser teilhaben an Deiner Recherche
    • Bewirb andere Kanäle (Buchreihe, Blog, YouTube) auf Pinterest
    • Erstelle Pinnwände, auf denen Du Infos zu Deinen Lektoren, Übersetzern, Cover-Designern und Vorlesern bereitstellst. Mehr Aufmerksamkeit für Dein Buch aus völlig anderer Sicht!
    • Sei Experte und bewirb auch die Projekte anderer Autoren, die Dich begeistern
    • Teile Deine persönlichen Interessen in Pinnwänden und gib Deinem Branding eine individuelle Note
    • Lade andere Nutzer zu Gruppenboards ein, auf denen sie Ideen für Kurzgeschichten, Gedichte oder Romane teilen können
    • Tritt bereits existierenden Gruppenboards zu Deinem Thema bei, um Dich mit anderen auszutauschen und nebenbei Besucher anzulocken
    • Nutze ausführliche Beschreibungen für Deine Pinnwände
    • Erstelle Pins oder ganze Pinnwände für Deine Bücher. Im Großen für ganze Romane oder Ratgeber, im Kleinen für Figuren oder Kapitel
    • Gib Deinen Figuren ein visuelles Branding, ob durch nachgestellte Szenen aus Deinem Roman oder durch Dein eigenes Design in Farb- und Schriftauswahl
    • Nutze Pinnwand-Ordner, um Deine Inhalte im Detail zu verschlagworten
  • Teile Inhalte, die Du im Alltag liest oder hörst, auf einer Pinnwand (Podcasts, Deine Bibliothek, Alben, etc.)

Denk dran: Pinterest bewegt sich auch um Welten langsamer als Twitter oder sogar Facebook. Deine Pins haben im Schnitt eine Lebensdauer von Tagen, nicht nur Stunden oder Minuten! Wenn Twitter Maschinennähen ist, ist Pinterest Stricken.

Mit ein wenig Planung (siehe unten) erfordert ein aktives Pinterest-Profil also weit weniger Aufwand als Du vielleicht denkst. Dabei bringt es Dir langfristig mehr Traffic und damit Leser ein. Mach Dir das zunutze und behandle Pinterest als SEO-Strategie, nicht als Social-Media-Marketing.

Kommen wir zum Schluss auch konkret darauf zu sprechen, wie Du diesen ganzen Apparat am Laufen hältst, ohne auszubrennen oder Dein Buch zu vernachlässigen. Selbst, wenn Du nur ein Profil aktiv halten willst, steht bald der Burnout auf der Matte, wenn Du nicht mit einem Plan an die Sache herangehst.

Planung Deiner Beiträge

Wenn Du Dir vornimmst, jeden Tag Twitter, Facebook und Pinterest zu befeuern, während Du an Deinem dritten Roman schreibst, schmeißt Du entweder nach einer Woche alles, was Strom braucht, aus dem Fenster oder Du wirst wahnsinnig.

Hast Du einen Plan, kosten Dich die sozialen Medien einmal in der Woche zusätzlichen Aufwand. Dafür musst Du aber für die restliche Zeit nur noch antworten oder auf diejenigen Beiträge reagieren, die Dir per Zufall begegnen. Schließlich kannst Du nicht planen, was andere posten werden.

Editorial Calendar in Smarterqueue

Zunächst benötigst Du also einen Editorial Calendar, in dem Du Dir selbst vorgibst, zu welchen Zeiten Du welche Arten von Inhalten veröffentlichst.

Halten wir’s für den Anfang einfach.

Sagen wir, Du möchtest Pinterest und Twitter benutzen. Für Pinterest solltest Du planen, woher Du Deine Inhalte nimmst, also wem Du langfristig folgen möchtest, um Inhalte zu re-pinnen. Auch solltest Du ein paar weiteren Autoren, Textern oder Cover-Designern folgen. So brauchst Du nicht permanent nach neuen Inhalten innerhalb oder außerhalb von Pinterst zu suchen, sondern kannst einfach Inhalte anderer teilen. Dafür ist die Funktion letztlich da. Dabei solltest Du die Pins in halbwegs regelmäßigen Abständen auf Deine Pinnwände verteilen. Schließlich rutschen Deine aktiven Pinnwände im Profil nach oben.

Ähnlich funktioniert es auf Twitter. Nur hast Du hier keine sichtbaren Kategorien auf Pinnwänden. Vielmehr musst Du selbst für die Abwechslung sorgen. Wenn Du den lieben langen Tag Zitate teilst, kann das schön sein; es wird Dir sogar den einen oder anderen Follower sichern. Ich würde allerdings immer Abwechslung bevorzugen. Wenn Du Dich in der Gaststätte oder auf einer Konferenz unterhältst, teilst Du auch nicht alle 5 Minuten mit, was Du neulich gelesen hast.

Hier kann es also nicht schaden, Dir thematische Kategorien auszudenken. Auf diese verstreust Du dann über die Woche verteilt Deine Tweets, damit Du nicht viermal täglich „Kauf mein Buch!“ posten musst.

Denkbare Kategorien wären…

    • Zitate
    • Behind-the-scenes-Beiträge
    • Tipps zu Deinem Thema
    • Fragen, die Nutzer auffordern, ihre Probleme zu teilen
    • Memes
    • Geteilte Beiträge anderer Autoren
    • Links zu Deinen Blogposts oder Büchern
  • Ankündigungen von Events, Kursen, Rabatt-Aktionen, Verlosungen, etc.

Für diese Kategorien kannst Du dann in Deiner Planungs-App – in meinem Fall Smarterqueue – Zeitfenster vergeben. Das bedeutet, Zitate teilst Du jeden Morgen gegen 7 Uhr, Fragen dreimal in der Woche gegen Nachmittag, Ankündigungen von Kursen donnerstags und freitags um 13 Uhr, etc.

Dabei kannst Du dieselben Inhalte auch mehrfach auf die verschiedenen Plattformen verteilen. So erscheint Dein Link zum Blogpost Montag um 14 Uhr auf Facebook und am Dienstag um 7 und 13 Uhr auf Twitter, mit nur wenigen Klicks.

Keine Sorge, Du musst hier nicht zum Planungs-Guru mutieren, der um 6:45 Uhr auf dem Smartphone informiert wird, dass er jetzt eine Tasse Kaffee trinken sollte.

Editorial Calendar in Tailwind

Apps wie Smarterqueue, Hootsuite oder Tailwind schlagen Dir in aller Regel vor, welche Uhrzeiten und Verteilungen von Kategorien sinnvoll sind. Manchmal passen sie sogar die Uhrzeit an, wenn sie feststellen, dass Deine Follower zu anderen Zeiten aktiver sind.

Setz Dir auch feste Termine, zu denen Du Deine Beiträge planst und solche, zu denen Du prüfst, wie erfolgreich Deine letzten Posts waren. So kannst Du Deine Strategie über die Zeit immer wieder feinabstimmen.

Ich selbst plane einmal in der Woche meine Tweets und Pins. So kann ich mir zwischendurch entspannt an die Plattformen herangehen und nur auf Kommentare antworten, retweeten oder die Plattform privat nutzen, ohne mich um die Regelmäßigkeit meiner Beiträge zu sorgen.

Das war der erste Teil! In den nächsten Teilen werde ich auf weitere Plattformen wie Instagram, Goodreads, Medium und Stumbleupon und ihren Nutzen für Autoren eingehen. Die genaue Planung kommt dann noch einmal dran, sollte Dir das Thema heute zu kurz gekommen sein.

Wenn’s Dir gefallen hat oder Du Autoren kennst, die von meinen Tipps profitieren können, teile den Link! Spätestens jetzt bist Du ja mit ein paar Plattformen vertraut 😉

Wenn Du selbst Autor bist und Dich an das Marketing via Social Media herantastest, schreib mir eine E-Mail! Ich helfe Dir gerne mit einem ersten kostenlosen Audit, bei dem ich Dir Hilfestellung gebe, damit Du noch schneller durchstarten kannst! Dabei werfen wir einen Blick auf Deine Inhalte, Dein Branding und die Auswahl der richtigen Plattformen.

Bis zum nächsten Beitrag, mach’s gut und schreib fleißig weiter!

Wir lesen uns!

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